Rezension: Isola, Isabel Abedi

Quelle: Arena
Titel: Isola
Autorin: Isabel Abedi
Genre: Jugendbuch
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: 2007
Seitenanzahl: 328
ISBN: 978-3-401-50892-4
Preis: 9,99€

"Als Vera den Kopf hob, konnte er ihr direkt in die Augen sehen. Hellgrüne Katzenaugen, wach und skeptisch. Was sie wohl dachte? 'Das', sagte er leise zu sich selbst,'das werden mir nicht mal die Kameras sagen'"(S. 60, Isola, Isabel Abedi)

 

Inhalt:

 Zwölf Jugendliche, drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro – als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch bald schon wird das paradiesische Idyll für jeden von ihnen zu einer ganz persönlichen Hölle. Und am Ende müssen die Jugendlichen erkennen, dass die Lösung tief in ihnen selbst liegt.

Quelle:  https://www.arena-verlag.de/artikel/isola-978-3-401-50892-4 

 Zusammenfassung:

 Vera wurde mit zwölf anderen Jugendlichen als Darsteller eines Films ausgesucht und fliegt nun mit ihnen auf eine einsame Insel mit nur drei Dingen im Gepäck. Zuerst ist alles für sie ein Spiel, bei dem sie die Handlung bestimmen. Doch als einer der Darsteller verschwindet, wird es Ernst, denn sie haben kein Handy, um mit der Außenwelt zu kommunizieren und sie kommen nicht von der Insel. Zudem ist Vera zunehmend verwirrt von Solo, der ein Geheimnis hütet. 

Meine Meinung:

Dies war eines der wenigen Bücher, die ich mir auf der Buchmesse gekauft habe und war ganz aufgeregt, es zu lesen. Schon allein das Cover war mega, aber der Klappentext war genauso überzeugend. Zudem habe ich nur gute Bücher von Isabel Abedi gelesen und habe dementsprechend viel erwartet.

Das erste was mir ins Auge sprang sozusagen, war die große Schrift, die mich stutzen ließ. Es hat zwar das Lesen sehr erleichtert, aber ich brauchte ein wenig Zeit, um das Image eines Kinderbuches abzulegen. 

Schon allein die Tatsache, dass die Protagonisten nur drei Dinge mit auf die Insel nehmen durften, hat mich ins Grübeln gebracht. Was würde ich mitnehmen? Handys waren verboten. Schon allein die Gegenstände haben auf wundersame Weise die Charakter ziemlich gut getroffen. Die Beschreibung mit dazu haben sie sehr greifbar gemacht.  

Man erfährt nur langsam etwas von Vera, die ein sehr trauriges Geheimnis hütet, das man schon am Anfang erahnen kann. Nur langsam erfährt man ein wenig mehr über sie und ihre Geschichte, wie sie nach Deutschland kam und warum.

Ich muss zugeben, die Auflösung des ganzen Rätsels hat mich überrascht, aber das Ende war mir nicht spannend genug. Zuvor konnte das Buch immer mit tollen Beschreibungen punkten und Spannung, wer denn nun beim Spiel die "Mörderkarte" gezogen hat. Bis zum Ende hätte es ein richtig toller Thriller sein können. Doch das Ende hat die Spannung verpuffen lassen. 

Das lag vor allem an der Person Quint Tempelhoff, um den immer so ein Geheimnis gemacht wurde und am Ende war er aus meiner Perspektive ein nichtssagender Charakter. Ein ganz normaler Mensch, der eine dumme Entscheidung getroffen hatte. Er hatte nicht wie die anderen Charakter das gewisse Etwas. Keine Tante Käthe, die mich total zum Grinsen gebracht hatte. Keine Macke. Nichts. Ja gerade aus dem Grund, dass er mit seiner "Normalität" so aus dem Rahmen fiel, hätte er interessant sein können, aber das war er nicht.

Cover:

Das Cover finde ich mega. Es riecht eigentlich mehr nach Fantasy, aber es ist ja mittlerweile bekannt, dass man ein Buch nicht nach dem Cover beurteilen sollte. 

Fazit:

Pro
viele Charakter mit Macken, die sie interessant machen
Spannung mit dem Spiel

Contra
Spannung ist zu sehr am Ende verpufft

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