Rezension: City of Glass

Quelle: Randomhouse
Titel: "City of Glass"
Autor: Cassandra Clare
Genre: Jugendbuch
Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 608
ISBN: 978-3-442-49004-2
Preis: 10,00€




Beschreibung:


Um das Leben ihrer Mutter zu retten, begibt sich die junge Schattenjägerin Clary auf eine gefährliche Mission. Heimlich macht sie sich auf in die Hauptstadt Idris. Damit bricht sie ein uraltes Gesetz – doch das ist bald nicht mehr ihr größtes Problem: Ein Dämonenheer droht Idris zu überrennen, und es gibt nur eine einzige Möglichkeit, um zu überleben: Die Schattenjäger müssen ihren tief verwurzelten Hass überwinden und Seite an Seite mit den Wesen der Unterwelt in den Kampf ziehen. Während die Lage sich zuspitzt, versuchen Clary und Jace zudem ihre komplizierte Beziehung zu klären – und müssen erfahren, wie hoch der Preis für Liebe und Verrat sein kann …
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Das Buch "City of Glass" war wie die vorherigen Teile der Reihe unfassbar mitreißend. Im Gegensatz zu vielen anderen Reihen, leidet diese nicht am "Middle-Book-Syndrom" - ganz im Gegenteil: "City of Glass" ist meiner Meinung nach sogar besser als die vorherigen Teile der Reihe.

Der Schreibstil ist wie so oft bei Cassandra Clare spannend und sehr angenehm zu lesen, sodass man auch sehr schnell vorankommt. Auch kommen viele Ereignisse vor, die ich nicht erwartet hätte und durch die die Story nur noch mitreißender wurde. Außerdem spielt dieses Buch in einer vollkommen neuen Umgebung und es tauchen viele neue Charaktere auf.

Ebenso finde ich sehr positiv, dass das Ende einigermaßen abgeschlossen ist und nicht mit einem großen Cliffhanger endet.

Mir gefällt auch das neue Design der Reihe. Ein Nachteil davon ist aber, dass es leider sehr lange dauert, bis die weiteren Teile veröffentlicht werden. Ein Veröffentlichungstermin für den vierten Teil ist zum Beispiel noch gar nicht bekannt. Da dies aber keine eigentliche Kritik am Buch ist, werde ich es nicht als Negativpunkt werten.


*Rezensionsexemplar*

Rezension: Eistee-selbst gemacht

Quelle: Randomhouse
Titel: "Eistee-selbst gemacht!"
Genre: Kochbuch
Verlag:
Bassermann
Seitenzahl: 80
ISBN: 978-3-8094-4208-0
Preis: 7,99€ Hardcover

Beschreibung:


"Viel trinken!" heißt die Devise - und im Sommer schmeckt Eistee am besten. Nicht so knallesüß wie die gekauften Produkte, sondern leicht oder gar nicht gezuckert, dafür voller Frucht- und Kräutergeschmack. Eistee selber zu machen ist so einfach und die Vielfalt ist riesig. Entscheiden Sie sich für selbst gemachte Eistees, aus natürlichen Zutaten. Jedes Rezept mit Foto!
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Mein Versuch des
Himbeer-Orange-Eistees
Ich finde die Idee wirklich toll, Lebensmittel, die man eigentlich meistens einfach im Supermarkt schnell mitnimmt, auf gesündere Weise selber zu machen. Aus diesem Grund habe ich mich auch für "Eistee-selbst gemacht!" interessiert. Denn ich liebe selbstgemachten Eistee, vor allem weil mir der gekaufte meistens viel zu süß ist. Die wunderschön gestalteten Rezepte in diesem Buch sind fast alle zuckerfrei und wenn nicht, kann man den Zucker auch einfach weglassen, das hat bei mir auch super geklappt und der Eistee war trotzdem echt lecker!

Außerdem sind alle Eisteerezepte wirklich einfach nachzumachen und auch so gut wie alle Zutaten wird man in jedem Supermarkt bekommen. Das ist mir besonders wichtig, weil ich schon öfters Kochbücher in der Hand hatte, für deren Rezeptzutaten man einmal durch halb Deutschland fahren musste, bis man sie endlich irgendwo gefunden hat, und dann waren sie meistens auch noch endlos überteuert. Nicht so mit diesem Buch. So konnte ich auch sofort anfangen ein paar Rezepte auszuprobieren.

Die meisten Rezepte sind relativ simpel, aber es gibt auch ein paar anspruchsvollere. So kann man sich, nachdem man einige Rezepte ausprobiert hat, neue Herausforderungen suchen.
Sicher könnte man sich einige Rezepte auch selbst denken, schließlich ist Eistee mehr oder weniger nur kalt gestellter Tee mit Früchten, aber wenn man auf der Suche nach ein paar Anregungen ist, ist diese Rezeptsammlung ideal.

Ein paar kleinere Kritikpunkte habe ich dennoch. Erstens könnten mehr Tipps und Variationsmöglichkeiten zu den verschiedenen Eisteesorten gegeben werden. Zweitens könnten etwas mehr Rezepte enthalten sein, vor allem anspruchsvollere. 
Trotzdem denke ich, dass der niedrige Preis diese Kritikpunkte teilweise rechtfertigt. Daher vergebe ich 3,5 Sterne.


*Rezensionsexemplar*

Rezension: Ohne Flugzeug um die Welt

Quelle: Bastei Lübbbe
Titel: "Ohne Flugzeug um die Welt"
Autor: Giulia Fontana, Lorenz Keyßer
Genre: Reisebericht
Verlag: lübbelife
Seitenzahl: 192
ISBN: 978-3-431-07003-3
Preis: 16,90 (Paperback)

Beschreibung:


Ohne Flugzeug um die Welt - wie soll das gehen? Als Giulia und Lorenz zur besten Freundin nach Sydney als Trauzeugen gebeten werden, stellt das ihr grünes Gewissen auf die Probe: Wollen sie, die sich für Nachhaltigkeit und gegen Flugemissionen engagieren und schon lange nicht mehr fliegen, eine Ausnahme machen? Viel interessanter ist es doch, kreativ zu werden! Die beiden Studierenden fahren mit Zug & Schiff um den Globus - ein Reiseabenteuer, bei dem der Weg zum Erlebnis wird...
Quelle: Bastei Lübbbe

Meine Meinung:

Um ehrlich zu sein, hatte ich nicht viel von diesem Buch erwartet. Ich dachte es enthält wahrscheinlich einfach nur viel Ökogejammer, oder die beiden Autoren würden es vielleicht doch nicht so ernst mit ihrem Vorhaben nehmen und in das ein oder andere Kurzstreckenflugzeug steigen. Aber ich hätte nicht weiter daneben liegen können!

Man merkt  beim Lesen von "Ohne Flugzeug um die Welt" sofort, dass sich die Autoren eingehend mit der Thematik "Umweltschutz" beschäftigt haben. Denn beide Autoren studieren Umweltwissenschaft und können so ihre Überzeugung mit interessanten Fakten über Umweltschutz und CO2-Belastung hinterlegen. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, mit Informationen zugeschüttet zu werden und alle Erklärungen waren leicht zu verstehen und überzeugend begründet.

Am Anfang des Buches erhält man eine kurze Erklärung wie und warum Giulia Fontana und Lorenz Keyßer einmal um die halbe Welt reisen wollen und das ohne auch nur einmal ein Flugzeug zu betreten. Mittendrin folgt dann ein mehr oder weniger normaler Reisebericht, der aber eher knapp ausfällt, sodass nur die wichtigsten Ereignisse der Reise beschrieben werden. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen, weil ich vor allem mehr über die Möglichkeiten ohne Flugzeug zu reisen erfahren wollte. Wer aber einen spannenden und ausführlichen Reisebericht erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden. Besonders toll fand ich, dass am Ende des Buches nochmal Tipps und weitere Werke zum Thema Umweltschutz aufgeführt werden. Denn ich war nach der Lektüre sofort motiviert, auch selbst nachzudenken, wie ich mein Leben umweltfreundlicher gestalten könnte.

Ich war insgesamt wirklich positiv überrascht, wie sehr die Autoren hinter ihren Überzeugungen stehen und was ich alles von dieser Lektüre mitnehmen konnte. Ich bin mir sicher, dass ich noch öfter auf dieses Buch zurückgreifen werde. Wegen des etwas trockenen Reiseberichts muss ich leider einen halben Stern abziehen, aber ich kann "Ohne Flugzeug um die Welt" wirklich jedem empfehlen.

Rezension: Der Atlas für Neugierige

Quelle: Randomhouse
Titel: "Der Atlas für Neugierige"
Autor: Ian Wright
Genre: Sachbuch
Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 240
ISBN: 978-3-7645-0875-3
Preis: 24,00 (Hardcover)


Beschreibung:


Welche unsichtbare Linie trennt Deutschland? Wer bringt in Europa Weihnachtsgeschenke? In welchen Ländern gibt es keinen McDonalds? Und führen wirklich alle Wege – und Straßen – nach Rom? Dieser besondere Atlas, zusammengestellt vom Betreiber von brilliantmaps.com, eine der meistgeklickten Kartografieseiten im Internet, bietet eine einzigartige Übersicht zu Kultur, Geschichte, Politik, Traditionen, Geografie und vielen anderen Themen aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Über 100 interessante, einzigartige und kuriose Karten eröffnen neue und überraschende Perspektiven auf die Welt, in der wir leben. Für alle, die schöne Gestaltung zu schätzen wissen, die sich in Wikipedia-Einträgen festlesen können und für alle, die ein Geschenk suchen, das sie am Ende auch selbst behalten würden!

Enthält 102 Karten aus den Kategorien »Menschen und Bevölkerung«, »Religion und Politik«, »Macht«, »Kultur«, »Sitten und Bräuche«, »Freunde und Feinde«, »Geografie«, »Geschichte«, »Nationale Identität«, »Verbrechen und Strafen« und »Natur«
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Quelle: Randomhouse
Beim ersten Durchsehen konnte ich den "Atlas für Neugierige" kaum weglegen. Die vielen verblüffenden und mir vorher unbekannten Fakten in einer so schönen und übersichtlichen Aufmachung haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Leider habe ich aber, nachdem die anfängliche Begeisterung abgeebbt war, doch ein paar Kritikpunkte festgestellt.

Der Atlas enthält sowohl Karten, die sich über eine Doppelseite erstrecken, als auch kleinere Karten, die nur eine Seite einnehmen. Ein Problem bei den größeren Karten ist, dass sie teilweise in der Falz des Buches verschwinden, und so vor allem kleinere Länder in der Kartenmitte kaum zu sehen sind. Allerdings fällt dies nur beim genaueren Betrachten auf.
Ein weiteres kleineres Darstellungsproblem ist, dass die farblichen Einteilungen bei manchen (zugegebenermaßen wenigen) Karten schwer zu unterscheiden sind.
Außerdem war ich am Anfang etwas enttäuscht davon, wie viele Seiten Vorwort und Quellenverzeichnis einnehmen. Da dachte ich, ich hab noch ein paar interessante Karten vor mir und schon war das Buch zu Ende.

Auch der Informationsgehalt der Karten war sehr unterschiedlich. Durch manche habe ich wirklich etwas dazugelernt (z.B. welche Länder in den letzten 50 Jahren von einer Frau regiert wurden), bei anderen habe ich enttäuscht weitergeblättert (z.B. bei Karten, die die Verteilung Aldi Süd/Aldi Nord dargestellt haben, oder, welche Länder eine McDonald's-Filiale haben).
Des Weiteren muss ich zugeben, dass ich nachdem ich den Atlas einmal durchgeschaut hatte, ein wenig das Interesse daran verloren habe, weil es mir bei vielen Karten gereicht hat, sie einmal gesehen zu haben.

Ich denke, dass "Der Atlas für Neugierige" vor allem als Geschenkidee gedacht ist, denn man merkt sofort, dass sehr viel Mühe in die Gestaltung dieses "Atlas" gesteckt wurde. Jede Seite hat eine sehr schöne grafische Gestaltung. Auch die Papierqualität ist sehr hochwertig und es wurden überall strahlend bunte Farben verwendet.

Weil ich den "Atlas für Neugierige" aber in Zukunft wahrscheinlich nur sehr selten nochmal aufschlagen werde, vergebe ich 3 Bücher:


*Rezensionsexemplar*

Rezension: Miracle Creek

Quelle: hanser
Titel: "Miracle Creek"
Autor: Angie Kim
Gelesen von: Nora Waldstätten
Genre: Roman
Verlag: Hanserblau (Buch), Randomhouse (Hörbuch)
Seitenzahl: 512
Dauer (Hörbuch): 14h 16min
ISBN: 978-3-446-26630-8 (Buch) 978-3-8371-5093-3 (Hörbuch)
Preis: 22,00€ Hardcover, 14,95€ Hörbuch

Beschreibung:


Wie weit würden wir gehen, um unsere schamvollsten Geheimnisse zu bewahren? „Mit durchdringender Menschenkenntnis führt Angie Kim tief in das Innenleben ihrer Charaktere.“ (Los Angeles Times)
In der Kleinstadt Miracle Creek in Virginia geht ein Sauerstofftank in Flammen auf. Zwei Menschen sterben – Kitt, die eine Familie mit fünf Kindern zurücklässt, und Henry, ein achtjähriger Junge. Im Prozess wegen Brandstiftung und Mord sitzt Henrys Mutter Elizabeth auf der Anklagebank. Und die Beweise sind erdrückend. Hat sie ihren eigenen Sohn ermordet? Während ihre Freunde, Verwandten und Bekannten gegen sie aussagen, wird klar: In Miracle Creek hat jeder etwas zu verbergen.Quelle: hanser

Meine Meinung:


Es fällt mir schwer eine Rezension zu "Miracle Creek" zu schreiben, da diese größtenteils negativ ausfallen wird und es nicht so wirken soll, als würde ich das Buch einfach schlecht machen wollen. Aber ich werde versuchen so sachlich wie möglich zu bleiben, obwohl ich schon jetzt verraten kann, dass mir dieses Buch leider überhaupt nicht gefallen hat.

Die Story ist meiner Meinung nach ein einziges hin und her. Es werden immer mehr Andeutungen gemacht, wer Schuld an dem Unglück sein soll. Vermutlich um die Spannung aufrecht zu erhalten. Trotzdem war das Ende sehr vorhersehbar und genau das, was ich von Anfang an vermutet hatte.
Daher kann ich auch nicht ganz verstehen, wie so viele andere Leser von dem Ende so ergriffen sein konnten.

Insgesamt geht es vor allem um die Erziehung von Kindern mit Behinderung. Aber dadurch wird man wenigstens ein wenig zum Nachdenken über dieses Thema angeregt, was für mich leider so ziemlich der einzige Pluspunkt für diesen Roman ist.

Leider war mir auch kein einziger der Charaktere sympathisch. Denn jeder Charakter wird sehr negativ dargestellt, was vermutlich verdeutlichen soll, dass jeder etwas zu verbergen hat, aber dadurch hat jede Person in "Miracle Creek" ausschließlich schlechte Eigenschaften.

Ich besitze von "Miracle Creek" sowohl das Hörbuch als auch die gebundene Ausgabe.
Was das Hörbuch angeht, war die Stimme der Leserin  sehr monoton, sodass man manchmal die einzelnen Charaktere kaum auseinander halten konnte. Ich denke das war der Versuch, die Trostlosigkeit und Bedrückung der Handlung auszudrücken. Leider hat dies das Zuhören meiner Meinung nach erschwert.

Auch der Schreibstil generell ist sehr eintönig und die Stimmung sehr trostlos, trocken und gefühllos. Während ich verstehen kann, dass die Handlung durch diese Trostlosigkeit und Trockenheit unterstrichen werden soll, finde ich jedoch, dass ein emotionalerer Schreibstil, dieses Buch sehr viel mitreißender gemacht hätte und der Handlung mehr Bedeutung verliehen hätte.


*Rezensionsexemplar*

Rezension: Das eiserne Herz des Charlie Berg

Quelle: Randomhouse
Titel: "Das eiserne Herz des Charlie Berg"
Autor: Sebastian Stuertz
Genre: Roman
Verlag: btb
Seitenzahl: 720
ISBN: 978-3-442-75851-7
Preis: 22,00€ Hardcover




Beschreibung:


Charlie Berg hat ein schwaches Herz und die feine Nase eines Hundes. Das einzige, was ihn seine Eltern gelehrt haben: Zwei Künstler sollten nie Kinder bekommen! Es sind die frühen 90er, Charlie will ausziehen, nicht mehr der Depp der Familie sein, der alles zusammenhält, während Mutter am Theater die Welt verstört und Vater wochenlang bekifft im Aufnahmestudio sitzt. Die Zivistelle im Leuchtturm ist zum Greifen nah – da läuft alles aus dem Ruder: Auf der Jagd mit Opa trifft ein Schuss nicht nur den Hirsch, sondern auch Opa. Und Charlies heimliche große Liebe Mayra, seine Videobrieffreundin aus Mexiko? Hat nichts Besseres zu tun, als den Ganoven Ramón zu heiraten…
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Mir fällt es sehr schwer dieses Buch zu bewerten, weil es mir persönlich gut gefallen hat, ich mir aber vorstellen kann, dass viele es nicht mögen würden.

Das liegt vor allem daran, dass es sich bei "Das eiserne Herz des Charlie Berg" um eine leichte, aber mit über 700 Seiten relativ umfassende Lektüre handelt. Das Buch ist nicht besonders tiefgründig oder spannend. Auch der Schreibstil ist einfach, aber wie ich finde trotzdem schön und angenehm zu lesen. Ich persönlich lese gerne mal so eine etwas leichter zu verdauende Lektüre, die ganz entspannt durchlesen lässt. Ich kann aber auch verstehen, dass viele dies vermutlich als langweilig bezeichnen würden.

Stuertz' Roman hat insgesamt wenig Plot, viel der Handlung geschieht in Rückblicken. Diese sind allerdings sehr interessant und es wird dadurch viel erklärt, was vorher nur kurz erwähnt wurde. Anfangs fand ich das verwirrend, weil ich immer Angst hatte, das auf diese Punkte nicht weiter eingegangen wird. Als ich dann aber gemerkt habe, dass das Buch in Abschnitte aus Rückblicken und eigentlicher Handlung aufgeteilt ist und in den Rückblicken all dies erläutert wird, konnte ich mit Spannung auf die Erklärung warten.

Die Hauptthemen in " Das eiserne Herz des Charlie Berg" machen für mich den eigentlichen Charme dieses Buches aus. Denn es geht vor allem um Düfte (in Anlehnung an "Das Parfüm"), Liebe und Literatur. Auch wird auf das chaotische Familienleben von Charlie Berg eingegangen, das ich mir aufgrund des Klappentextes viel kaltherziger vorgestellt hatte.

Die Geschichte spielt in den 90ern, sodass viele wahrscheinlich nostalgisch werden, wenn sie wieder von alten Videokameras mit Film oder Walkie-Talkies lesen. Dadurch wird der Story auch etwas die Geschwindigkeit genommen, weil die Charaktere nicht einfach jedem mal schnell eine SMS oder EMail schreiben können.

Ein großes Manko war meiner Meinung nach, dass das Ende etwas plötzlich und knapp war. In wenigen Seiten haben sich alle Konflikte aufgelöst, die das ganze Buch immer wieder für Probleme gesorgt haben.

Insgesamt muss ich sagen, dass "Das eiserne Herz des Charlie Berg" während dem Lesen eine angenehme Lektüre war, aber im Nachhinein habe ich das Gefühl, wenig davon mitgenommen zu haben und werde es wohl auch nicht nochmal lesen.


*Rezensionsexemplar*

Rezension: Der Wassertänzer

Quelle: Randomhouse
Titel: "Der Wassertänzer"
Autor: Ta-Nehisi Coates
Genre: Roman
Verlag: Blessing
Seitenzahl: 544
ISBN: 978-3-89667-658-0
Preis: 24,00€ Hardcover






"Und sie steppte den Juba auf der Brücke, einen irdenen Krug auf dem Kopf, vom Fluss stieg dichter Nebel auf, leckte an den nackten Felsen, die auf die Pflastersteine trommelten, dass ihre Muschelkette wippte. Der irdene Krug aber rührte sich nicht, schien ein Teil von ihr zu sein, und trotz ihrer hochgezogenen Kie, trotz ihrer Verrenkungen, Pirouetten, ausgestreckten Arme, saß der Krug auf ihrem Kopf so fest wie eine Krone."
-Der Wassertänzer, Ta-Nehisi Coates, Seite 10-

Beschreibung:


Bisher kannte Hiram Walker nichts als ein Leben in Ketten. Aufgewachsen in der Sklaverei, musste er als kleiner Junge miterleben, wie seine Mutter verkauft wurde und für immer verschwand. Doch sie hat ihm eine seltene Gabe vererbt. Als diese ihn vor dem Ertrinken rettet, beschließt er aus der Gefangenschaft zu fliehen.

So beginnt für Hiram eine abenteuerliche Reise von den Tabakplantagen West Virginias über geheime Guerillazellen in der Wildnis des amerikanischen Südens nach Philadelphia, wo ihn ein völlig neues Leben in Freiheit zu erwarten scheint.

Doch zuvor muss er noch eine alte Rechnung begleichen und die Frau, die er liebt, und die, die ihn aufzog, in die Freiheit führen.
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Ich hatte mir von diesem Buch einiges erhofft, vor allem weil es sich hierbei um magischen Realismus handelt (eines meiner Lieblingsgenre) und wegen des außergewöhnlich schönen Schreibstils der Leseprobe.

Rezension: "Quichotte"

Quelle: Randomhouse
Titel: "Quichotte"
Autor: Salman Rushdie
Genre: Roman
Verlag: C. Bertelsmann
Seitenzahl: 464
ISBN: 978-3-570-10399-9
Preis: 25,00€ Hardcover






Beschreibung:


Eine brillante Hommage an Cervantes und ein
unverzichtbarer Kommentar zu unseren unsicheren Zeiten


Ismael Smile ist ein Reisender, der besessen ist von der »unwirklichen Wirklichkeit« des Fernsehens. Er will das Herz der Königin der Talkshows erobern und begibt sich auf eine Reise quer durch Amerika, um sich ihrer als würdig zu erweisen. Auf dem Beifahrersitz, Sancho, der Sohn, den er sich immer gewünscht hat, aber niemals bekam.

Salman Rushdie versetzt die Abenteuer des klassischen tragischen Helden Quichotte in unser Zeitalter des »Alles ist möglich«. Er erzählt dabei auch von Vater-Sohn-Beziehungen, Geschwisterstreitigkeiten, unverzeihlichem Handeln, alltäglichem Rassismus, der Opioidkrise, Cyber-Spionen und nicht zuletzt vom Ende der Welt.
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Ich bin auf Salman Rushdies "Quichotte" durch den Man Booker Prize aufmerksam geworden, für den es nominiert war. Schon länger wollte ich Salman Rushdies wohl bekanntesten Roman "Die satanischen Verse" lesen und dachte vielleicht wäre dieses Buch schon mal ein guter Einstieg in Salman Rushdies Werke. Ich muss jedoch sagen, dass ich etwas enttäuscht wurde.

Der Hauptcharakter Quichotte war mir leider von Anfang an unsympathisch. Was für gewöhnlich gerade bei anspruchsvolleren Büchern kein Problem darstellt, da manchmal vor allem unsympathische Charaktere interessant sein können. Quichotte jedoch hat mich einfach nur gelangweilt und schon der Beginn seiner Geschichte wirkte auf mich zufällig und erzwungen.

Salman Rushdie verarbeitet in seinem Buch so viele verschiedene Metaebenen, dass man als Leser schnell den Überblick verliert und sich permanent fragen muss, ob man dahinter mehr vermuten sollte. Dies sieht man vor allem an den Stellen, an denen Rushdie den "Autor" erzählen lässt, der auch eine Figur in seinem Roman ist und den Roman gleichzeitig schreibt. Allein schon daran wie schwer es mir fällt dies zu erklären, merkt man denke ich, wie verwirrend dieses Buch sein kann.
Die eigentliche "Message", nämlich das Rushdie hier vermutlich sich selbst reflektiert wird natürlich deutlich, jedoch wäre dies meiner Meinung nach auch einfacher und weniger offensichtlich möglich gewesen.

Mir war natürlich von Anfang an klar, dass dies eine anspruchsvolle Lektüre sein würde, doch "Quichotte" war leider nicht einfach nur anspruchsvoll sondern regelrecht anstrengend. Ich habe schon viele andere "anspruchsvolle" Bücher gelesen, die nicht so schwer zu verarbeiten waren (z.B. Tommy Oranges "Dort Dort"),  und denke daher, dass mir dieses Buch vor allem wegen Rushdies Schreibstil so schwer gefallen ist. Die eigentliche Idee des Romans klang sehr interessant, aber die Ausführung konnte mich leider nicht begeistern.


*Rezensionsexemplar*

E-Books oder gedruckte Bücher?

Seit einigen Jahren nehmen E-Books einen immer größeren Platz im Buchhandel ein. Doch sind sie auch so viel besser, als die altbewährten gedruckten Bücher?

Über diese Frage lässt sich definitiv streiten und jeder, der gerne liest, hat seine ganz individuelle Meinung zu dem Thema. In diesem Post möchte ich euch meine Meinung dazu mitteilen.



Rezension: "Der Hexer - Der letzte Wunsch", Andrzej Sapkowski

Titel: "Der Hexer - Der letzte Wunsch"
Autor: Andrzej Sapkowski
Genre: Fantasy, Roman
Verlag: dtv
Seitenzahl: 384
Erscheinungsdatum: 24.01.2020
ISBN-13: 978-3-423-26264-4
Preis: 16,00€ Broschur




"Fehler? Ja gewiss. Ich habe welche gemacht. Aber ich habe mich an die Prinzipien gehalten. Nein, nicht die Regel. Ich habe mir angewöhnt, mich manchmal hinter der Regel zu verstecken. Die Leute mögen das. Jemand, der irgendwelche Regeln hat und sie befolgt, wird geachtet und ernst genommen. Es gibt keine Regel. Nirgends ist eine Regel für Hexer festgelegt. Meine habe ich mir selbst ausgedacht. Für gewöhnlich. Und ich habe mich daran gehalten. Immer..."
("Der Hexer - Der letzte Wunsch", Andrzej Sapkowski, Die Stimme der Venunft 4, Seite 162 f.)

Beliebte Posts