Rezension: "Quichotte"

Quelle: Randomhouse
Titel: "Quichotte"
Autor: Salman Rushdie
Genre: Roman
Verlag: C. Bertelsmann
Seitenzahl: 464
ISBN: 978-3-570-10399-9
Preis: 25,00€ Hardcover






Beschreibung:


Eine brillante Hommage an Cervantes und ein
unverzichtbarer Kommentar zu unseren unsicheren Zeiten


Ismael Smile ist ein Reisender, der besessen ist von der »unwirklichen Wirklichkeit« des Fernsehens. Er will das Herz der Königin der Talkshows erobern und begibt sich auf eine Reise quer durch Amerika, um sich ihrer als würdig zu erweisen. Auf dem Beifahrersitz, Sancho, der Sohn, den er sich immer gewünscht hat, aber niemals bekam.

Salman Rushdie versetzt die Abenteuer des klassischen tragischen Helden Quichotte in unser Zeitalter des »Alles ist möglich«. Er erzählt dabei auch von Vater-Sohn-Beziehungen, Geschwisterstreitigkeiten, unverzeihlichem Handeln, alltäglichem Rassismus, der Opioidkrise, Cyber-Spionen und nicht zuletzt vom Ende der Welt.
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Ich bin auf Salman Rushdies "Quichotte" durch den Man Booker Prize aufmerksam geworden, für den es nominiert war. Schon länger wollte ich Salman Rushdies wohl bekanntesten Roman "Die satanischen Verse" lesen und dachte vielleicht wäre dieses Buch schon mal ein guter Einstieg in Salman Rushdies Werke. Ich muss jedoch sagen, dass ich etwas enttäuscht wurde.

Der Hauptcharakter Quichotte war mir leider von Anfang an unsympathisch. Was für gewöhnlich gerade bei anspruchsvolleren Büchern kein Problem darstellt, da manchmal vor allem unsympathische Charaktere interessant sein können. Quichotte jedoch hat mich einfach nur gelangweilt und schon der Beginn seiner Geschichte wirkte auf mich zufällig und erzwungen.

Salman Rushdie verarbeitet in seinem Buch so viele verschiedene Metaebenen, dass man als Leser schnell den Überblick verliert und sich permanent fragen muss, ob man dahinter mehr vermuten sollte. Dies sieht man vor allem an den Stellen, an denen Rushdie den "Autor" erzählen lässt, der auch eine Figur in seinem Roman ist und den Roman gleichzeitig schreibt. Allein schon daran wie schwer es mir fällt dies zu erklären, merkt man denke ich, wie verwirrend dieses Buch sein kann.
Die eigentliche "Message", nämlich das Rushdie hier vermutlich sich selbst reflektiert wird natürlich deutlich, jedoch wäre dies meiner Meinung nach auch einfacher und weniger offensichtlich möglich gewesen.

Mir war natürlich von Anfang an klar, dass dies eine anspruchsvolle Lektüre sein würde, doch "Quichotte" war leider nicht einfach nur anspruchsvoll sondern regelrecht anstrengend. Ich habe schon viele andere "anspruchsvolle" Bücher gelesen, die nicht so schwer zu verarbeiten waren (z.B. Tommy Oranges "Dort Dort"),  und denke daher, dass mir dieses Buch vor allem wegen Rushdies Schreibstil so schwer gefallen ist. Die eigentliche Idee des Romans klang sehr interessant, aber die Ausführung konnte mich leider nicht begeistern.


*Rezensionsexemplar*

E-Books oder gedruckte Bücher?

Seit einigen Jahren nehmen E-Books einen immer größeren Platz im Buchhandel ein. Doch sind sie auch so viel besser, als die altbewährten gedruckten Bücher?

Über diese Frage lässt sich definitiv streiten und jeder, der gerne liest, hat seine ganz individuelle Meinung zu dem Thema. In diesem Post möchte ich euch meine Meinung dazu mitteilen.



Rezension: "Der Hexer - Der letzte Wunsch", Andrzej Sapkowski

Titel: "Der Hexer - Der letzte Wunsch"
Autor: Andrzej Sapkowski
Genre: Fantasy, Roman
Verlag: dtv
Seitenzahl: 384
Erscheinungsdatum: 24.01.2020
ISBN-13: 978-3-423-26264-4
Preis: 16,00€ Broschur




"Fehler? Ja gewiss. Ich habe welche gemacht. Aber ich habe mich an die Prinzipien gehalten. Nein, nicht die Regel. Ich habe mir angewöhnt, mich manchmal hinter der Regel zu verstecken. Die Leute mögen das. Jemand, der irgendwelche Regeln hat und sie befolgt, wird geachtet und ernst genommen. Es gibt keine Regel. Nirgends ist eine Regel für Hexer festgelegt. Meine habe ich mir selbst ausgedacht. Für gewöhnlich. Und ich habe mich daran gehalten. Immer..."
("Der Hexer - Der letzte Wunsch", Andrzej Sapkowski, Die Stimme der Venunft 4, Seite 162 f.)

Rezension: Herkunft

Quelle:Randomhouse
Titel: "Herkunft"
Autor: Sasa Stanisic
Genre: Roman
Verlag: Luchterhand
Seitenzahl: 368
ISBN: 978-3-630-87473-9
Preis: 22,00€ Hardcover





"Meine Freude. Mein Esel. Begreif das endlich. Es zählt nicht, wo was ist. Oder woher man ist. Es zählt, wohin du gehst. Und am Ende zählt nicht mal das. Schau mich an: Ich weiß weder, woher ich komme, noch wohin ich gehe. Und ich kann dir sagen: Manchmal ist das gar nicht so schlecht."

Beschreibung:


HERKUNFT ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt.

HERKUNFT ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. Den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem die Bundesregierung die Grenzen nicht schloss und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh.

HERKUNFT ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre. HERKUNFT ist traurig, weil Herkunft für mich zu tun hat mit dem, das nicht mehr zu haben ist.

In HERKUNFT sprechen die Toten und die Schlangen, und meine Großtante Zagorka macht sich in die Sowjetunion auf, um Kosmonautin zu werden.

Diese sind auch HERKUNFT: ein Flößer, ein Bremser, eine Marxismus-Professorin, die Marx vergessen hat. Ein bosnischer Polizist, der gern bestochen werden möchte. Ein Wehrmachtssoldat, der Milch mag. Eine Grundschule für drei Schüler. Ein Nationalismus. Ein Yugo. Ein Tito. Ein Eichendorff. Ein Saša Stanišić.
Quelle:Randomhouse

Meine Meinung:


Wie sehr definiert unsere Herkunft wer wir sind? Und was ist eigentlich Herkunft? Wo ist unsere Heimat? Mit all diesen Fragen beschäftigt Sasa Stanisic sich in seinem Roman "Herkunft". Auf sehr persönliche Weise erzählt er, wie er dieses Thema im Verlauf seines Lebens wahrgenommen hat. 

Stanisics Schreibstil ist leicht zu verstehen und doch einzigartig. Mit wunderschönen Anekdoten und Erinnerungen an seine Familie erzählt er von seinem Leben, das sowohl in Deutschland als auch Jugoslawien stattgefunden hat. Und gerade dieser einfache Schreibstil, macht seine Geschichten um so nachvollziehbarer. Man kann gar nicht anders als mitzufühlen, wenn er vom Leben seiner Famile in Visegrad und von der mühevollen Ankunft in Deutschland erzählt.
Gerade deshalb bin ich voll überzeugt, dass dieses Buch den Deutschen Buchpreis wirklich verdient hat. Besonders für Leser, die nicht wissen, wie es sich anfühlt aus einem Land fliehen zu müssen und sich woanders ein neues Leben aufzubauen, ist dieses Buch empfehlenswert, da es auf ergreifende Weise eben diese Thematik anschaulich macht.

Ganz von dem lehrreichen Aspekt abgesehen ist "Herkunft" auch eine sehr unterhaltende Lektüre. Es ist sehr amüsant, die Geschichten zu lesen, die Stanisic von seiner Familie gesammelt hat, und so einen Blick in ein anderes Leben werfen zu können, das sich von dem eigenen teilweise grundsätzlich unterscheidet.

Ich kann somit "Herkunft" sehr empfehlen, da es für mich in jeder Hinsicht ein gelungener Roman ist.



*Rezensionsexemplar*

Rezension: Das kleine Buch vom Yoga

Quelle: Randomhouse
Titel: "Das kleine Buch vom Yoga"
Autor: Lucy Lucas
Genre: Sachbuch
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 96
ISBN: 978-3-453-70383-4
Preis: 8,99€ Taschenbuch




Beschreibung:

Yoga kann wahre Wunder bewirken! Dabei muss man gar nicht stundenlang in einem Studio praktizieren, bereits ein paar gezielte Übungen jeden Tag reichen aus, um den Körper beweglich zu halten und den Kopf freizubekommen. Die Yoga- und Achtsamkeitslehrerin Lucy Lucas präsentiert die besten Yoga-Übungen, die wir ganz einfach in unseren Alltag einbauen können. Ob Anfänger oder erfahrener Yogi – mit diesen Asanas sowie zahlreichen Tipps zu Atmung und Kurzmeditationen findet jeder schnell zu mehr körperlichem Wohlbefinden, Entspannung und Lebensenergie.
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Da ich mich neuerdings ein wenig für Yoga interessiere, hab ich mich sehr gefreut dieses Buch rezensieren zu dürfen. Die meisten von uns werden das Problem eines verspannten Nackens und Rückens nach einem langen Arbeitstag kennen und genau dem wollte ich mit diesem Buch entgegenwirken.

Neben einigen Übungen und Stellungen finden sich in diesem Buch auch Meditationen und eine grundsätzliche Erklärung was Yoga eigentlich ist und woher es kommt. Da das Buch zugegebenermaßen wirklich klein ist, können aber natürlich nur einige Yogaübungen erklärt werden.

Insgesamt muss man sagen, dass sich das Buch wohl eher an Yoga-Einsteiger richtet und für diese einen guten ersten Einblick bietet. Wer sich schon etwas länger mit dem Thema befasst hat, wird hier vermutlich wenig neues finden.
Für mich als Anfängerin jedoch, war dieses Buch sehr informativ und bot mir zahlreiche einfache Übungen, die ich ohne große Erfahrung ausprobieren konnte. Auch enthält die Erklärung jeder Übung eine kurze Auflistung, welchen Nutzen sie jeweils für den Körper hat und wie man sie bei Bedarf variieren kann.

Des Weiteren dauert die Ausführung der einzelnen Übungen und Meditationen nicht besonders lange, sodass man sie auch in einen stressigen Tag einpassen kann.

Durch das kleine Format lässt sich dieses Buch überall hin mitnehmen und eignet sich sehr gut zum Nachschlagen einer passenden Übung für den Tag.

Für Yoga-Anfänger kann ich dieses Buch sehr empfehlen, Yoga-Profis sollten sich aber denke ich ein umfassenderes Werk suchen.


*Rezensionsexemplar*

Rezension: Marianengraben

Quelle: vorablesen
Titel: Marianengraben
Autor: Jasmin Schreiber
Genre: Roman
Verlag: Eichborn
Seitenzahl: 254
Erscheinungsdatum: 28.02.20
ISBN: 978-3-8479-0042-9
Preis: 20,00€ Hardcover

Beschreibung:


Paula braucht nicht viel zum Leben: ihre Wohnung, ein bisschen Geld für Essen und ihren kleinen Bruder Tim, den sie mehr liebt als alles auf der Welt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der sie in eine tiefe Depression stürzt. Erst die Begegnung mit Helmut, einem schrulligen alten Herrn, erweckt wieder Lebenswillen in ihr. Und schließlich begibt Paula sich zusammen mit Helmut auf eine abenteuerliche Reise, die sie beide zu sich selbst zurückbringt – auf die eine oder andere Weise.
Quelle: vorablesen

Meine Meinung:


Jasmin Schreiber hat den Titel zu ihrem Roman gut gewählt, denn dieses Buch ist wirklich so tiefgründig wie der Marianengraben.

Anfangs ist die Situationskomik für mein Empfinden etwas oberflächlich und anspruchslos - vor allem durch das etwas erzwungene Zusammentreffen der beiden Hauptcharaktere. Außerdem sind die Gemeinsamkeiten dieser manchmal etwas zu günstig gewählt, vermutlich, um so die plötzliche Sympathie zwischen diesen doch sehr unterschiedlichen Personen zu rechtfertigen.

Dennoch kann man über diese kleinen Makel hinwegsehen, wenn man die eigentliche Stärke dieses Buches betrachtet: Die bemerkenswerte Verarbeitung des Hauptthemas -Trauer. Schreiber zeigt, dass sie sich eingehend mit der Thematik befasst hat und stellt die volle Schwere dieser da, ohne sie für eine anspruchslosere Story zu vereinfachen. Sie schafft es Hoffnung und Kraft zu vermitteln ohne dabei kitschig zu sein. Die eigentliche Handlung ist simpel, die Message aber komplex. Doch meiner Meinung nach macht genau diese Mischung "Marianengraben" zu einer ergreifenden Lektüre.

Für meinen Geschmack könnten die tiefgründigen Abschnitte gerne noch etwas länger sein. Denn in diesen ist auch der Schreibstil ambitionierter, wodurch der Leser noch mehr zum Nachdenken angeregt wird.

Alles in allem kann ich "Marianengraben" nur empfehlen und glaube, dass man kaum eine Autorin findet, die besser die Komplexität dieses Themas verarbeitet als Jasmin Schreiber.


*Rezensionsexemplar*

Rezension: Das neunte Haus

Quelle: Droemer Knaur
Titel: "Das neunte Haus"
Autor: Leigh Bardugo
Überetzer: Michelle Gyo
Genre: Fantasy
Verlag: Droemer Knaur
Seitenzahl: 528
Erscheinungsdatum: 03.02.2020
ISBN: 978-3426227176
Preis: 18,00€ Paperback

Beschreibung:


Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der USA – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie: So können die Mitglieder der »Skull & Bones« die Börsenkurse aus den Eingeweiden lebender Opfer vorhersagen, während Haus Aurelian durch Blutmagie Einfluss auf das geschriebene Wort nehmen kann – ebenso hilfreich für Juristen wie für Bestseller-Autoren …

Als auf dem Campus von Yale eine Studentin brutal ermordet wird, sind die Fähigkeiten der Außenseiterin Alex Stern gefragt, die eben erst vom neunten Haus rekrutiert wurde: Nur Alex ist es auch ohne den Einsatz gefährlicher Magie möglich, die Geister der Toten zu sehen. Um eine Verschwörung aufzudecken, die weit über 100 Jahre zurückreicht, muss Alex ihre Fähigkeiten bis aufs Äußerste ausreizen.

Campus-Leben, dunkle Magie und eine Heldin mit Kult-Potenzial: »Das neunte Haus« verbindet Urban Fantasy mit Gothic Noir zu einem unwiderstehlichen Mix.
Die Autorin Leigh Bardugo hat mit ihren Fantasy-Bestsellern »Das Lied der Krähen« und »Das Gold der Krähen« ebenso wie mit ihrer Grisha-Trilogie auch in Deutschland bereits eine große Fangemeinde begeistert.

Meine Meinung:


Da "Das neunte Haus" ja schon sehr viele positive Rezensionen erhalten hat, war ich sehr gespannt darauf, was es wirklich zu bieten hat.
Dieser Roman ist unabhängig von Bardugos restlichen Romanen und ich kann bestätigen, dass man auch, wenn man bisher noch nichts von ihr gelesen hat gut mitkommt.

Der Einstieg war jedoch leider etwas verwirrend, da Bardugo die Namen vieler Personen und Gebäude nur erwähnt, jedoch nicht erklärt um wen bzw. was es sich handelt. Auch eine grundlegende Erklärung der neun Häuser fehlt leider und so kann man anfangs nur Informationen aus den im Anhang enthaltenen kurzen Beschreibungen entnehmen. Während sich diese Details im Verlauf des Buches aufklären, fehlt mir bis zum Schluss eine genauere Beschreibung des Magiesystems und vor allem dessen Grenzen. Außerdem hätte ich gerne eine detailliertere Einsicht in die Fähigkeiten der Häuser bekommen sowie eine bessere Erklärung der Rituale.

Des Weiteren würde ich dieses Buch weniger in die Kategorie Horror (wofür ich es vorher gehalten hatte), als vielmehr in Richtung Fantasy, fast schon Murder Mystery, einordnen. Gerade die erwähnten Rituale könnten etwas spookier sein.

Die Charaktere in "Das neunte Haus" sind jedoch sofort sympathisch, gut ausgearbeitet und tiefgründig, besonders deren Hintergrundgeschichten. Dadurch, dass sich diese auch erst Stück für Stück während dem Verlauf der Geschichte erschlossen haben, entsteht nochmal eine ganz eigene Spannung zusätzlich zu der sowieso schon spannenden Handlung. Auch Bardugos Schreibstil war leicht zu lesen und mitreißend.

Trotz meiner Kritikpunkte, bin ich gespannt auf den zweiten Teil und hoffe in diesem noch mehr über die neun Häuser zu erfahren.



*Rezensionsexemplar*

Rezension: Nordische Mythen und Sagen

Quelle: Bastei Lübbe
Titel: "Nordische Mythen und Sagen"
Autor: Neil Gaiman
Übersetzer: André Mumot
Genre: Sachbuch / Fantasy
Verlag: Eichborn
Seitenzahl: 253
ISBN: 978-3847906674
Preis: 14,00 € Paperback



Beschreibung:

Warum bebt die Erde? Wie kam die Poesie in unsere Welt?
Neil Gaiman erzählt die nordische Mythologie neu, mit Witz und Sinnlichkeit, voller Zuneigung und Neugierde. Wir treffen den mächtigen Odin, reisen mit Thor und seinem Hammer durch die nordischen Welten, sind bezaubert und entsetzt von den Göttern. Machen Sie sich die Sagen zu eigen, erzählen Sie sie weiter, an den langen Winterabenden, in den lauen Sommernächten. Nach der Lektüre werden Sie selbst die Wolken mit anderen Augen betrachten.

Meine Meinung:


Neil Gaimans Sagensammlung konnte mich vollends begeistern-allerdings habe ich bei Neil Gaiman auch nichts anderes erwartet.

Um "Nordische Mythen und Sagen" mit anderen Büchern aus diesem Genre zu vergleichen: Gaiman schreibt deutlich leichter lesbar und nicht so trocken, wie z.B. Gustav Schwab in "Sagen des klassischen Altertums", aber auch nicht so romanhaft wie Madeline Miller in "Ich bin Circe". Dies ist meiner Meinung nach ein sehr guter Mittelweg, denn so kriegt man einerseits alle realen Sagen vertrauensvoll vorgelegt und trotzdem auch ein spannendes Leseerlebnis. Außerdem teilt Gaiman sein Buch in mehrere kleinere Geschichten ein, sodass man auch gut darin nachschlagen kann.

Ich persönlich bin ein großer Fan von Neil Gaimans Werken, nicht zuletzt wegen seines phantastischen Schreibstils. Zusätzlich sind in diesem Buch alle Charaktere, obwohl altbekannt, sehr lebendig beschrieben. Nichts desto trotz werden alle Sagengestalten verständlich eingeführt und ihre Besonderheiten erklärt.

Als einziges Manko möchte ich anmerken, dass diese Zusammenfassung an Mythen relativ kurz ist und gerne auch noch mehr Geschichten enthalten könnte. Dies begründet Gaiman jedoch mit der beschwerlichen und größtenteils unvollständigen Rekonstruktion  nordischer Sagen.

Neben dem Taschenbuch, kann ich auch das Hörbuch sehr empfehlen, durch das die Figuren wirklich zum Leben erweckt werden. Außerdem handelt es sich hierbei um eine vollständige Lesung, sodass dem Hörer wirklich nichts entgeht.

Zusammenfassend denke ich, dass "Nordische Mythen und Sagen" sowohl ein guter Einblick für Leute ist, die sich noch nicht mit nordischer Mythologie auskennen, als auch eine lebendige Auffrischung für Kenner.



*Rezensionsexemplar*

Rezension: Das geheime Band zwischen Mensch und Natur

Quelle: Randomhouse
Titel: "Das geheime Band zwischen Mensch und Natur"
Autor: Peter Wohlleben
Genre: Sachbuch
Verlag: LUDWIG
Seitenzahl: 240
ISBN: 978-3453280953
Preis: 22,00 € Hardcover






Beschreibung:


Wie sehr sind wir überhaupt noch mit der Natur verbunden? Peter Wohlleben ist überzeugt: Das Band zwischen Mensch und Natur ist bis heute stark und intakt, auch wenn wir uns dessen nicht immer bewusst sind: Unser Blutdruck normalisiert sich in der Umgebung von Bäumen, die Farbe Grün beruhigt uns, der Wald schärft unsere Sinne, er lehrt uns zu riechen, hören, fühlen und zu sehen. Umgekehrt reagieren aber auch Pflanzen positiv auf menschliche Berührung. Anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und seiner eigenen jahrzehntelangen Beobachtungen öffnet uns Peter Wohlleben die Augen für das verborgene Zusammenspiel von Mensch und Natur. Er entführt uns in einen wunderbaren Kosmos, in dem der Mensch nicht als überlegenes Wesen erscheint, sondern als ein Teil der Natur wie jede Pflanze, jedes Tier. Und er macht uns bewusst, dass es in unserem ureigenen Interesse ist, dieses wertvolle Gut zu bewahren.

Meine Meinung:


Peter Wohllebens Bücher wecken in seinen Lesern wieder den Wunsch der Natur nahe zu sein. Sie regen zum Nachdenken an, in einer Welt in der unser Leben immer weniger in der Natur stattfindet. Viele fühlen sich heutzutage distanziert von der Natur, oder merken wie wenig sie über Flora und Fauna wirklich wissen. Genau dies spricht Wohlleben in seinen Büchern an.

Heutzutage wissen wir, dass wir unsere natürliche Umwelt schützen müssen, aber wie Viele habe auch ich das Gefühl, dass mir die Wunder und Geheimnisse, die die Natur uns zu bieten hat, bisher größtenteils verschlossen geblieben sind. Wie viel weiß man wirklich über die heimischen Wälder? Genau aus diesem Grund habe ich mich so sehr für Peter Wohllebens Buch interessiert.

"Das geheime Band zwischen Mensch und Natur" sind nicht nur die Schwärmereien eines Naturliebhabers, sondern mit Fakten hinterlegte Feststellungen, wie der Mensch von einem Aufenthalt in der freien Wildnis profitiert. Wohlleben beschreibt, wie die Natur positive Auswirkungen auf unseren Körper und unsere Psyche hat. Aber er berichtet auch welche Auswirkungen der Mensch auf den Wald hat und macht somit aufmerksam auf Umweltverschmutzung und Waldrodung. Hinterlegt wird all dies mit informativen Studien. Trotzdem ist das Buch sehr verständlich und gut nachvollziehbar geschrieben.

Ich denke jeder sollte Wohllebens Bücher lesen und darüber nachdenken, denn letztendlich sind wir ein Teil der Natur um uns herum und sollten uns Gedanken machen, wie wir mit ihr umgehen sollten. Außerdem weckt dieses Buch wirklich die Lust wieder mal ein wenig Zeit im Wald zu verbringen und regt an sich mehr mit dem Thema Natur und Wildnis zu beschäftigen.


*Rezensionsexemplar*

Rezension: Bob Ross, Das Ausmalbuch

Quelle:Randomhouse
Titel: Das Ausmalbuch
Autor: Bob Ross
Genre: Ausmalbuch
Verlag: Bassermann
Seitenzahl: 96
ISBN: 978-3809442110
Preis: 7,99€ Paperback



Beschreibung:


Das erste und einzige Ausmalbuch der bekannten TV-Ikone bietet eine Sammlung von 64 Zeichnungen, die direkt von seinen Bildern abgeleitet sind. Damit können alle Fans des Künstlers entspannt und kontemplativ in sein Werk eintauchen - egal ob sie sich an den Originalbildern orientieren, die auf zwei Farbtafeln abgebildet sind, oder ihre eigene Gestaltung wählen. Ergänzt werden die Zeichnungen von ausgesuchten Zitaten der Kultfigur über glückliche kleine Bäume oder freundliche Eichhörnchen. In diesem Sinne: Happy Coloring, God bless my friend ..
Quelle:Randomhouse

Meine Meinung:


Wer hat noch nicht eins von Bob Ross Maltutorials gesehen? Die Bilder in diesem Band sind ausgewählte Bilder von Bob Ross die zu Ausmalbildern umgewandelt wurden. Und als kleines Extra: Bob Ross Zitate!

Insgesamt ist das Ausmalbuch sehr ansprechend gestaltet. Es ist sehr groß, sodass man genug Platz hat um sich kreativ auszutoben. Dabei sind die Ausmalbilder nicht zu schwer aufgebaut, sodass auch jeder Amateurkünstler Spaß daran findet. Trotzdem gibt es Bilder in unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad bzw. Zeitaufwand.

Einziges Manko ist, dass die Strichstärke sehr variiert und mitunter sehr dick ausfallen kann. Auch die Ausmalflächen können etwas groß sein. Aber vielleicht sind das auch nur "happy little accidents" :)

Trotzdem ist meiner Meinung nach der Preis sehr günstig, für das was das Buch bietet.

Alles in allem lohnt sich dieses Buch für jeden Bob-Ross Fan.

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