Rezension: Die Geschichte der Bienen

Quelle: Randomhouse
Titel: "Die Geschichte der Bienen"
Autor. Maja Lunde
Genre: Roman
Verlag: btb
Seitenzahl: 528
ISBN-13: 9783442756841
Preis: 20,00€ Hardcover






Beschreibung:

England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte-die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht  mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängenden Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:

"Die Geschichte der Bienen" ist auf jeden Fall ein außergewöhnlicher Roman, denn Maja Lunde zeigt uns darin wie wichtig Bienen für die Zukunft der Menschheit sind. Allerdings habe ich trotzdem ein paar Kritikpunkte an dem Roman als solchem.

Man merkt, dass Maja Lunde ihren Roman nicht nur zur Unterhaltung geschrieben hat. Leider fehlt ihm dadurch auch ein wenig die Spannung. Es gibt zwar spannende Stellen, aber insgesamt ist der Roman etwas langatmig. Und obwohl es mehrere Erzählstränge und unterschiedliche Hauptpersonen gibt, was ich eigentlich immer sehr begrüße, war dieses Buch nicht wirklich leicht zu lesen. Dazu trägt auch der nicht wirklich außergewöhnliche Schreibstil bei. Auch die Auflösung war leider wenig spektakulär.

Allerdings glaube ich, dass der Hauptzweck dieses Buches auch nicht ist ein guter Roman zu sein, sondern es viel eher einen Weckruf darstellt. Wenn man sich für Klimawandel interessiert, ist dies definitiv der richtige Roman. Denn er ist informativ und stimmt nachdenklich. Doch natürlich kann diese Botschaft etwas deprimierend und als solche natürlich in gewisser Weise ein Stimmungskiller sein. Dennoch ist es wichtig sich mit diesen Themen zu beschäftigen.

Man merkt wahrscheinlich, dass ich etwas zwiegespalten bin, was Maja Lundes "Die Geschichte der Bienen" angeht. Ich hatte um ehrlich zu sein etwas mehr erwartet, nachdem dieses Buch monatelang in den Bestsellerlisten war. Aber vielleicht waren meine Erwartungen da auch einfach zu hoch. Insgesamt muss ich aber sagen, dass "Die Geschichte der Bienen" definitiv lesenswert ist, allein schon wegen der wichtigen Botschaft, die es dem Leser mitgibt.



*Rezensionsexemplar*

Rezension: Neun Fremde

Quelle: Randomhouse
Titel: "Neun Fremde"
Autor: Liane Moriarty
Genre: Roman
Verlag: Diana
Seitenzahl: 528
ISBN-13: 978-3-453-29234-5
Preis: 20,00€ Hardcover





Klappentext:

Neun Fremde und zehn Tage, die alles verändern: In einem abgelegnen Wellness-Resort treffen fünf Frauen und vier Männer aufeinander, die sich noch nie zuvor begegnet sind. Sie alle sind in einer Krise und wollen ihr altes Leben hinter sich lassen. Bald schon brechen alte Wunden auf und lang gehütete Geheimnisse kommen ans Licht. Denn nichts ist so, wie es scheint in Tranquillum House...
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:

"Neun Fremde" hat mir grundsätzlich gut gefallen, aber es ist leider keins meiner Lieblingsbücher geworden.

Als  ich den Klappentext das erste Mal gelesen hatte musste ich sofort an  Agatha Christies "Und dann gab´s keines mehr" denken, aber die Handlung von Liane Moriartys Buch liegt dem leider fern.  Insgesamt hat dieses Buch leider auch wenig Handlung, sondern beschäftigt sich vor allem mit der Entwicklung und der Hintergrundgeschichte der Charaktere. Doch in dieser Hinsicht ist es wirklich gelungen! Liane Moriartys neun Fremde (und die restlichen Charaktere) sind alle sehr interessante Persönlichkeiten und auch die vielleicht etwas weniger wichtigen Personen sind mühevoll ausgearbeitet. Deshalb war es in diesem Buch vor allem die Charakterentwicklung, die Spannung erzeugt hat. Eigentliche Spannung sodass man sich fragt "was wird nur als nächstes passieren" kam so gut wie nie auf und die Haupthandlung lässt sich in zwei Sätzen zusammenfassen. Aber ich vermute, dass genau das Liane Moriartys Idee war.

Interessant an "Neun Fremde" ist, dass man durch die verschiedenen Charaktere angeregt wird, darüber nachzudenken, wie schwer das Leben manchmal sein kann und wie leicht man sich einredet alles wäre gut, obwohl man eigentlich vielleicht Hilfe gebrauchen könnte. Und so kann man nicht nur etwas über die neun (eigentlich 12) Hauptcharaktere lernen sondern auch ein wenig für sich selbst mitnehmen.

Ein wenig gestört hat mich trotzdem, dass die Handlung zeitlich, örtlich und in der handelnden Personenzahl sehr beschränkt ist. So kann nach der Hälfte des Buches schon mal etwas Langeweile aufkommen und man würde sich vielleicht einen "Tapetenwechsel" wünschen.

Das Buch ist wirklich sehr leicht zu lesen, allerdings vermutlich wirklich nicht für Spannungsfreaks gemacht. Doch selbst wenn man nicht sofort von der Story gepackt ist, kann man dieses Leseerlebnis trotzdem genießen.

Zusammenfassend muss ich aber leider sagen, dass ich zukünftig wahrscheinlich kein Buch von Liane Moriarty lesen werde, da diese Fokussierung auf die Charakterentwicklung und nicht die eigentliche Story mich nicht besonders angesprochen hat. Da es aber trotzdem ein amüsantes Leseerlebnis war vergebe ich:



*Rezensionsexemplar*



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