Rezension: Bob Ross, Das Ausmalbuch

Quelle:Randomhouse
Titel: Das Ausmalbuch
Autor: Bob Ross
Genre: Ausmalbuch
Verlag: Bassermann
Seitenzahl: 96
ISBN: 978-3809442110
Preis: 7,99€ Paperback



Beschreibung:


Das erste und einzige Ausmalbuch der bekannten TV-Ikone bietet eine Sammlung von 64 Zeichnungen, die direkt von seinen Bildern abgeleitet sind. Damit können alle Fans des Künstlers entspannt und kontemplativ in sein Werk eintauchen - egal ob sie sich an den Originalbildern orientieren, die auf zwei Farbtafeln abgebildet sind, oder ihre eigene Gestaltung wählen. Ergänzt werden die Zeichnungen von ausgesuchten Zitaten der Kultfigur über glückliche kleine Bäume oder freundliche Eichhörnchen. In diesem Sinne: Happy Coloring, God bless my friend ..
Quelle:Randomhouse

Meine Meinung:


Wer hat noch nicht eins von Bob Ross Maltutorials gesehen? Die Bilder in diesem Band sind ausgewählte Bilder von Bob Ross die zu Ausmalbildern umgewandelt wurden. Und als kleines Extra: Bob Ross Zitate!

Insgesamt ist das Ausmalbuch sehr ansprechend gestaltet. Es ist sehr groß, sodass man genug Platz hat um sich kreativ auszutoben. Dabei sind die Ausmalbilder nicht zu schwer aufgebaut, sodass auch jeder Amateurkünstler Spaß daran findet. Trotzdem gibt es Bilder in unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad bzw. Zeitaufwand.

Einziges Manko ist, dass die Strichstärke sehr variiert und mitunter sehr dick ausfallen kann. Auch die Ausmalflächen können etwas groß sein. Aber vielleicht sind das auch nur "happy little accidents" :)

Trotzdem ist meiner Meinung nach der Preis sehr günstig, für das was das Buch bietet.

Alles in allem lohnt sich dieses Buch für jeden Bob-Ross Fan.

Rezension: Gedichte fürs Gedächtnis

Quelle: Randomhouse
Titel: "Gedichte fürs Gedächtnis"
Autor: Ulla Hahn
Genre: Gedichtsammlung
Verlag: Penguin
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3328600312
Preis: 22,00€ Hardcover





Beschreibung:


In »Gedichte fürs Gedächtnis« versammelt die vielfach ausgezeichnete Lyrikerin Ulla Hahn gut einhundert Gedichte aus acht Jahrhunderten, ausgewählt speziell zum Auswendiglernen. Die Auswahl schließt nicht nur Höhepunkte deutscher Dichtung ein, sondern auch vergessene Kostbarkeiten. Von den Klassikern bis in unsere Zeit reicht die Sammlung aller Genres, Lieder und Balladen, Sonette, Gedankenlyrik und Meditationen, die die Leserinnen und Leser nicht nur erfreuen, sondern auch verlocken soll, ihre Freude am Gedicht mit anderen zu teilen.

Enthalten sind Gedichte von: Ingeborg Bachmann - Gottfried Benn - Dietrich Bonhoeffer - Bertolt Brecht - Clemens Brentano - Paul Celan - Matthias Claudius - Simon Dach - Annette von Droste-Hülshoff - Joseph von Eichendorff - Paul Fleming - Theodor Fontane - Stefan George - Paul Gerhardt - Johann Wolfgang von Goethe - Franz Grillparzer - Andreas Gryphius - Albrecht Haushofer - Friedrich Hebbel - Heinrich Heine - Hermann Hesse - Friedrich Hölderlin - Hugo von Hofmannsthal - Erich Kästner - Gottfried Keller - Getrud Kolmar - Else Lasker-Schüler - Nikolaus Lenau - Gotthold Ephraim Lessing - Friedrich von Logau - Conrad Ferdinand Meyer - Eduard Mörike - Wilhelm Müller - Friedrich Nietzsche - Novalis - August von Platen - Prediger Salomo - Rainer Maria Rilke - Friedrich Rückert - Nelly Sachs - Friedrich Schiller - Theodor Storm - Georg Trakl - Ludwig Uhland - Walther von der Vogelweide
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Vielleicht wundern sich viele, warum man dieses Buch kaufen sollte. Schließlich findet man jedes dieser Gedichte doch auch im Internet? Doch "Gedichte fürs Gedächtnis" bietet viel mehr als nur ein paar Gedichte. Erstens ist die Auswahl an Gedichten sehr gut getroffen worden. Denn es sind nur beliebte Gedichte enthalten, die sowohl einprägsam, als auch nicht zu lang sind und sich somit perfekt zum Auswendiglernen eignen. Zweitens und meiner Meinung nach viel wichtiger ist jedem Gedicht eine kleine Erklärung hinzugefügt worden, die dem Leser einige Hintergrundinfos bietet. Dort kann man zum Beispiel lesen, unter welchen Umständen der Autor dieses Gedicht geschrieben hat oder worauf es basiert. Und dies ist es was das Buch für mich wirklich einzigartig macht. Auch bei Gedichten, von denen ich dachte, dass ich sie schon gut kannte, habe ich in diesen kleinen Texten noch interessante neue Informationen gefunden. Zum Beispiel fand ich es sehr interessant woher Goethe seinen Erlkönig genommen hat.

Das einzig "Negative" ist, dass nur deutsche Gedichte enthalten sind. Wahrscheinlich wäre dieses Buch aber viel zu umfangreich geworden, wenn auch Gedichte aus anderen Ländern enthalten wären, daher ist dies für mich kein wirklicher Kritikpunkt.

Eingeteilt sind die Gedichte in die Kategorien "Lieder", "Balladen", "Sonette", "Gedankengedichte" und "Meditationen".

Insgesamt kann ich Ulla Hahns Gedichtsammlung wirklich nur jedem ans Herz legen!




*Rezensionsexemplar*


Rezension: Schwarzer Leopard, roter Wolf

Quelle: Randomhouse
Titel: "Schwarzer Leopard, Roter Wolf"
Autor: Marlon James
Genre: Fantasy
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 832
ISBN: 978-3453272224
Preis: 28,00€ Hardcover




Beschreibung:


Sucher, der Jäger mit dem besonderen Sinn, wird vor seine schwierigste Aufgabe gestellt. Er muss einen Jungen aufspüren, der vor drei Jahren spurlos verschwand. Seine Fährte führt ihn durch Wälder und Städte, zu Gestaltwandlern, Ausgestoßenen und Hexen. Aber kann er den Jungen retten un die Welten wieder in Einklang bringen?
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Dieses Buch in einem Wort: "uffff". Und das leider nicht im positiven Sinne. "Schwarzer Leopard, Roter Wolf" ist wirklich keine leichte Lektüre und vor allem kein mitreißender Roman. Ich glaube bei meiner Entscheidung dieses Buch zu lesen, habe ich mich etwas davon hinreißen lassen, dass es für den National Book Award nominiert wurde. Und obwohl die Rezensionen dazu anscheinend größtenteils positiv sind, hätte mir auffallen können, dass darunter auch ein paar sehr negative waren.

Ich weiß gar nicht genau wo ich anfangen soll. Vielleicht versuch ich es mal mit dem Schreibstil: Marlon James Schreibstil würde ich am ehesten als experimentell beschreiben. Viele seiner Sätze sind schwer zu lesen, weil zum Beispiel Verben oder andere Wörter fehlen. Obwohl dies sicher ein Mittel der literarischen Gestaltung sein sollte, macht es das Lesen seines Buches wirklich nicht einfacher. Auch ist "Schwarzer Leopard, Roter Wolf" sehr gefühllos und trocken geschrieben, sodass, obwohl aus der Ich-Perspektive verfasst, die Gefühlsregungen der Hauptperson überhaupt nicht ersichtlich werden.

Natürlich hatte ich nicht erwartet, dass es sich bei diesem Buch um eine leichte Fantasylektüre im Jugendbuch-Stil handelt. Aber etwas mitreißenderes à la Neil Gaiman hatte ich mir schon erhofft (vor allem wegen dem Neil Gaiman Zitat auf dem Cover).

Außerdem gibt es in diesem Buch sehr viel grafische Gewalt, die teilweise nicht einmal etwas zur Story beiträgt. Und manche Szenen sind schlichtweg ekelhaft. Und da der Hauptcharakter natürlich zu solchen Dingen keine Meinung geschweige denn ein Gefühl äußert, kamen sie mir sehr überflüssig vor.

Auch die Handlung ist sehr verwirrend. Ich wusste größtenteils nicht wo die Handlungsstränge hinführen. auch die Beziehungen der Personen zueinander sind mir nicht ersichtlich geworden und das Personenverzeichnis am Anfang des Buches ist mehr oder weniger nutzlos.

Nicht einmal die enthaltenen Karten konnten mich begeistern, obwohl ich Karten in Fantasy Büchern eigentlich immer liebe. Aber die Karten in Marlon James Buch sind sehr minimalistisch und simpel gezeichnet und bieten daher nicht den Detailreichtum und die kunstvolle Gestaltung, die man von anderen Büchern gewohnt ist.

Ich kann leider nicht anders als diesem Buch 0 Sterne zu geben, da es mir leider überhaupt nicht gefallen hat.


*Rezensionsexemplar*

Rezension: Der unsichtbare Freund

Quelle: Randomhouse
Titel: "Der unsichtbare Freund"
Autor: Stephen Chbosky
Genre: Roman/Thriller
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 912
ISBN: 978-453-272439
Preis: 24,00€ Hardcover





Beschreibung:


Die alleinerziehende Kate muss dringend mit ihrem siebenjährigen Sohn Christopher untertauchen. Das beschauliche Örtchen Mill Grove, Pennsylvania, scheint dafür ideal zu sein. Eine Straße führt hinein, eine hinaus. Ringsum liegt dichter Wald. Doch kurz nach ihrem Umzug beginnt der kleine Christopher eine Stimme zu hören. Und merkwürdige Zeichen zu sehen. Zeichen, die ihn in den Wald locken.

Sechs Tage lang bleibt er spurlos verschwunden. Als er wieder auftaucht, kann er sich an nichts erinnern. Aber plötzlich hat er besondere Fähigkeiten. Und einen Auftrag: ein Baumhaus mitten im Wald zu errichten. Wenn er es nicht bis Weihnachten schafft, so die Stimme, wird der ganze Ort untergehen. Ehe sie sichs versehen, befinden sich Christopher, seine Mutter und alle Einwohner von Mill Grove mitten im Kampf zwischen Gut und Böse.
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Obwohl Stephen Chboskys neues Buch fast 1000 Seiten hat, habe ich es in wenigen Tagen gelesen. Ich habe schon lange nichts mehr so Spannendes gelesen. Anfangs hatte ich Angst, dass aufgrund der Länge dieses Buches, es spätestens irgendwo in der Mitte langweilig wird, aber damit lag ich weit daneben. Ich konnte es zu jedem Zeitpunkt kaum aus der Hand legen.

Vom Stil her ähnelt "Der unsichtbare Freund" meiner Meinung nach einer mitreißenden Mischung aus "Coraline" von Neil Gaiman, "Es" von Stephen King und "Stranger Things".  Ich denke auch, dass Stephen Chbosky versucht hat sich vor allem von Stephen King inspirieren zu lassen. Dennoch würde ich nicht sagen, dass es sich hier um ein klassisches Horror-Buch handelt. Denn für gewöhnlich bin ich kein großer Fan des Horror-Genres. "Der unsichtbare Freund" würde ich vielmehr als ein extrem spannendes Buch, mit einem Hauch von Horror beschreiben.

Auch der Schreibstil ist fesselnd und manchmal wirklich kreativ und auch wie dies im Buch dargestellt wird (was genau ich meine versteht man, wenn man das Buch durchblättert).

Ebenfalls begeistern konnte mich Stephen Chbosky mit seiner Vielzahl an Charakteren, von denen keiner zu kurz kommt. Die Hintergrundgeschichte von jedem wird spannend und mit einer Liebe zum Detail erläutert, die man sonst selten sieht. Und genau dadurch ensteht im Laufe der Geschichte ein komplexes Gesamtbild.

Ich bin sehr froh, dass Stephen Chbosky mal einen ganz anderen Roman im Vergleich zu seinen bisherigen Veröffentlichungen geschrieben hat und würde sein neustes Werk jedem weiterempfehlen.





*Rezensionsexemplar*

Rezension: Der Bär und die Nachtigall

Quelle: Randomhouse
Titel: "Der Bär und die Nachtigall"
Autor: Katherine Arden
Genre: Roman
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 432
ISBN: 978-3453320031
Preis: 16,99€







Beschreibung:


In einem Dorf am Rande der Wildnis, weit im Norden Russlands, wo der Wind kalt bläst und der Schnee viele Monate des Jahres fällt, erzählt die alte Dienerin Dunja den Kindern des Grundbesitzers Pjotr Wladimirowitsch Geschichten über Zauberei, Folklore und den Winterkönig mit den frostblauen Augen. Verbotene Geschichten über eine uralte Magie. Doch für die junge, wilde Wasja sind dies weit mehr als Märchen. Sie allein kann die Geister sehen, die ihr Zuhause beschützen. Und sie allein spürt, dass sich in den Wäldern eine dunkle Magie erhebt...
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


"Der Bär und die Nachtigall" liest sich wie ein russisches Märchen. Und da auch hier langsam der Winter einkehrt, war es das perfekte Leseerlebnis für diese Jahreszeit.

Ich hatte schon vorher von diesem Buch viel Positives gehört. Allerdings habe ich nicht erwartet, dass es mir so gut gefallen würde. Anfangs habe ich auch erwartet, dass es mehr in Richtung Jugendbuch gehen würde, aber nun würde ich sagen, dass dies ein Buch für jedes Alter ist.

Vor allem konnte mich Katherine Arden durch ihr Buch für russische Mythologie und Geschichte begeistern. Man merkt dem Buch an, dass sie sich in diesen Themen auskennt und viel recherchiert hat und um diese besser zu verstehen sind auch hinten noch ein paar Erklärungen zu eher unbekannten Begriffen enthalten. Dadurch konnte man wirklich vollständig in diese Kultur und Geschichte eintauchen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und wirklich ein wenig märchenhaft. Auch die Charaktere sind  wunderbar ausgearbeitet und jeder hat eine ganz eigene und interessante Persönlichkeit. Daher würde ich auch nicht sagen, dass Wasja als Hauptcharakter besonders heraus sticht, denn alle Charaktere haben eine wundervolle Hintergrundgeschichte.

Man merkt vielleicht, dass ich etwas ins Schwärmen gekommen bin. Aber ich bin von diesem Buch wirklich begeistert und habe schon lange nichts Vergleichbares mehr gelesen. Das einzige, was mir noch Sorgen bereitet, ist, dass dieses Buch eigentlich Teil einer Trilogie ist, dies jedoch bei der deutschen Übersetzung nirgendwo angekündigt wird. Daher befürchte ich, dass der Heyne Verlag möglicherweise nicht vorhat die anderen Teile ebenfalls zu übersetzen.

Nichtsdestotrotzt  war ich von "Der Bär und die Nachtigall" vollends begeistert und vergebe daher:



*Rezensionsexemplar*


Rezension: Ich bin Circe

Quelle: Randomhouse
Titel: "Ich bin Circe"
Autor: Madeline Miller
Genre: Roman
Verlag: Randomhouse Audio
Laufzeit: 12h 15
ISBN:978-3837147230
Preis: 24,00€




Beschreibung:

!Achtung: Die Beschreibung des Verlags enthält meiner Meinung nach viele Spoiler, daher würde ich allen, die das Buch ohne viel Vorwissen genießen wollen, nicht raten diese zu lesen! Scrollt einfach runter zur Bewertung ;)




Der Mythos von Circe-modern und fesselnd neu erzählt

Circe, Tochter des Sonnengotts Helios, ist anders: Denn sie besitzt Zeuberkräfte. Von ihrer Familie missachtet und von Zeus verbannt, führt sie ein zurückgezogenes Leben auf der Insel Aiaia unter wilden Tieren, die sie gezähmt hat. In der Abgeschiedenheit entwickelt sie ihre magischen Fähigkeiten weiter, bis sie sich wahrhaftig eine Hexe nennen kann. Doch sie bleibt nicht lange allein: Als Hermes, Daidalos, Odysseus, Iason, Medea und die mächtige Athene ihre Wege kreuzen, muss sich Circe die Frage stellen: Will sie zu den Göttern gehören oder zu den Sterblichen, die sie lieben gelernt hat?

Meine Meinung:

Ich denke jeder, der sich für griechische Mythologie begeistern kann, sollte dieses Buch lesen. Es ist bewundernswert, wie es Madeline Miller schafft, die Personen der griechischen Sagen so lebendig wirken zu lassen. Denn auch Götter haben in diesem Buch/Hörbuch sehr menschliche Eigenschaften und Probleme. In "Ich bin Circe" erwachen so alle diese Charaktere zum Leben und trotzdem schafft Miller es, sich an die originalen Sagen zu halten.

Dass Miller sich an die überlieferte griechische Mythologie hält, hat meiner Ansicht nach Vorteile und Nachteile. Einerseits kann man so durch das Lesen von "Ich bin Circe" einiges über diese lernen, z.B. kannte ich zuvor die Argonautensage kaum, doch dank diesem Roman kann ich sie jetzt besser in mein mythologisches Wissen einordnen. Andererseits weiß man natürlich, wenn man sich schon etwas mit griechischer Mythologie auskennt, was als nächstes passieren wird. Jedoch würde ich sagen, dass dies nicht zwingend ein Nachteil ist, sondern dadurch eine ganz andere Art von Spannung ensteht. Statt "Was wird als nächstes passieren?" fragt man sich "Wie wird sich dieser Charakter wohl verhalten und wann wird er auftauchen?".

Madeline Millers Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, außerdem geht sie auch auf die Gefühlswelt der Charaktere ein, was meiner Meinung nach dem Buch sehr zu Gute kommt.

Ich habe zu "Ich bin Circe" sowohl das Hörbuch gehört als auch das Buch gelesen und muss sagen, dass ich eher das Buch weiterempfehlen würde. Beim Hörbuch stört mich vor allem, dass es eine gekürzte Fassung ist, denn dieses Buch wird eigentlich nie langweilig und daher möchte ich keine Stellen missen. Außerdem musste ich mich beim Hörbuch erst an die Lesegeschwindigkeit gewöhnen, da mir diese etwas schnell vorkam. Weil mir das Hörbuch leider nicht so gut gefallen hat, vergebe ich:

Rezension: Die Geschichte der Bienen

Quelle: Randomhouse
Titel: "Die Geschichte der Bienen"
Autor. Maja Lunde
Genre: Roman
Verlag: btb
Seitenzahl: 528
ISBN-13: 9783442756841
Preis: 20,00€ Hardcover






Beschreibung:

England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte-die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht  mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängenden Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:

"Die Geschichte der Bienen" ist auf jeden Fall ein außergewöhnlicher Roman, denn Maja Lunde zeigt uns darin wie wichtig Bienen für die Zukunft der Menschheit sind. Allerdings habe ich trotzdem ein paar Kritikpunkte an dem Roman als solchem.

Man merkt, dass Maja Lunde ihren Roman nicht nur zur Unterhaltung geschrieben hat. Leider fehlt ihm dadurch auch ein wenig die Spannung. Es gibt zwar spannende Stellen, aber insgesamt ist der Roman etwas langatmig. Und obwohl es mehrere Erzählstränge und unterschiedliche Hauptpersonen gibt, was ich eigentlich immer sehr begrüße, war dieses Buch nicht wirklich leicht zu lesen. Dazu trägt auch der nicht wirklich außergewöhnliche Schreibstil bei. Auch die Auflösung war leider wenig spektakulär.

Allerdings glaube ich, dass der Hauptzweck dieses Buches auch nicht ist ein guter Roman zu sein, sondern es viel eher einen Weckruf darstellt. Wenn man sich für Klimawandel interessiert, ist dies definitiv der richtige Roman. Denn er ist informativ und stimmt nachdenklich. Doch natürlich kann diese Botschaft etwas deprimierend und als solche natürlich in gewisser Weise ein Stimmungskiller sein. Dennoch ist es wichtig sich mit diesen Themen zu beschäftigen.

Man merkt wahrscheinlich, dass ich etwas zwiegespalten bin, was Maja Lundes "Die Geschichte der Bienen" angeht. Ich hatte um ehrlich zu sein etwas mehr erwartet, nachdem dieses Buch monatelang in den Bestsellerlisten war. Aber vielleicht waren meine Erwartungen da auch einfach zu hoch. Insgesamt muss ich aber sagen, dass "Die Geschichte der Bienen" definitiv lesenswert ist, allein schon wegen der wichtigen Botschaft, die es dem Leser mitgibt.



*Rezensionsexemplar*

Rezension: Neun Fremde

Quelle: Randomhouse
Titel: "Neun Fremde"
Autor: Liane Moriarty
Genre: Roman
Verlag: Diana
Seitenzahl: 528
ISBN-13: 978-3-453-29234-5
Preis: 20,00€ Hardcover





Klappentext:

Neun Fremde und zehn Tage, die alles verändern: In einem abgelegnen Wellness-Resort treffen fünf Frauen und vier Männer aufeinander, die sich noch nie zuvor begegnet sind. Sie alle sind in einer Krise und wollen ihr altes Leben hinter sich lassen. Bald schon brechen alte Wunden auf und lang gehütete Geheimnisse kommen ans Licht. Denn nichts ist so, wie es scheint in Tranquillum House...
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:

"Neun Fremde" hat mir grundsätzlich gut gefallen, aber es ist leider keins meiner Lieblingsbücher geworden.

Als  ich den Klappentext das erste Mal gelesen hatte musste ich sofort an  Agatha Christies "Und dann gab´s keines mehr" denken, aber die Handlung von Liane Moriartys Buch liegt dem leider fern.  Insgesamt hat dieses Buch leider auch wenig Handlung, sondern beschäftigt sich vor allem mit der Entwicklung und der Hintergrundgeschichte der Charaktere. Doch in dieser Hinsicht ist es wirklich gelungen! Liane Moriartys neun Fremde (und die restlichen Charaktere) sind alle sehr interessante Persönlichkeiten und auch die vielleicht etwas weniger wichtigen Personen sind mühevoll ausgearbeitet. Deshalb war es in diesem Buch vor allem die Charakterentwicklung, die Spannung erzeugt hat. Eigentliche Spannung sodass man sich fragt "was wird nur als nächstes passieren" kam so gut wie nie auf und die Haupthandlung lässt sich in zwei Sätzen zusammenfassen. Aber ich vermute, dass genau das Liane Moriartys Idee war.

Interessant an "Neun Fremde" ist, dass man durch die verschiedenen Charaktere angeregt wird, darüber nachzudenken, wie schwer das Leben manchmal sein kann und wie leicht man sich einredet alles wäre gut, obwohl man eigentlich vielleicht Hilfe gebrauchen könnte. Und so kann man nicht nur etwas über die neun (eigentlich 12) Hauptcharaktere lernen sondern auch ein wenig für sich selbst mitnehmen.

Ein wenig gestört hat mich trotzdem, dass die Handlung zeitlich, örtlich und in der handelnden Personenzahl sehr beschränkt ist. So kann nach der Hälfte des Buches schon mal etwas Langeweile aufkommen und man würde sich vielleicht einen "Tapetenwechsel" wünschen.

Das Buch ist wirklich sehr leicht zu lesen, allerdings vermutlich wirklich nicht für Spannungsfreaks gemacht. Doch selbst wenn man nicht sofort von der Story gepackt ist, kann man dieses Leseerlebnis trotzdem genießen.

Zusammenfassend muss ich aber leider sagen, dass ich zukünftig wahrscheinlich kein Buch von Liane Moriarty lesen werde, da diese Fokussierung auf die Charakterentwicklung und nicht die eigentliche Story mich nicht besonders angesprochen hat. Da es aber trotzdem ein amüsantes Leseerlebnis war vergebe ich:



*Rezensionsexemplar*



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