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Rezension: Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?

Quelle: Hanser

Titel: "Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?"
Autor: John Green
Genre: Sachbuch
Verlag: Hanser
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3446270558
Preis: 22,00€ (Hardcover)

Beschreibung:

John Green verbindet sein eigenes Leben mit den großen Fragen der Menschheit: Was hat ein Teddybär mit Macht und Ohnmacht zu tun oder das Googeln mit unserer Endlichkeit? Mit seinem Blick für Seltsames, Wichtiges und Überraschendes bewertet John Green die menschengemachte Gegenwart auf einer Skala von 1 bis 5.

Das Anthropozän ist das aktuelle Erdzeitalter, in dem wir den Planeten grundlegend verändern. John Green versammelt Facetten dieser Epoche: Seine absurden, erhellenden und ganz persönlichen Funde spiegeln unser Leben mit allen Höhen und Tiefen. Ob „Monopoly“ oder Pest, Klimaanlage oder Internet, „Super Mario Kart“ oder Sonnenuntergänge – „Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?“ erzählt mit großer Leichtigkeit von unserer Lebenswirklichkeit und den existentiellen Erfahrungen des Menschseins.
Quelle: Hanser

Meine Meinung:

Da ich ein großer Fan der von John Greens Vlogs, seinem Podcast und natürlich seinen bisherigen Büchern bin, war dieses Buch ein absolutes Muss für mich. Auch war es eine fröhliche Überraschung, dass dies nun ein Sachbuch im Stil seines Podcast ist und keine Jugendroman wie bisher.

Bei "Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?" handelt es sich um eine Sammlung kürzerer Essays in denen John Green die verschiedensten Phänomene des modernen Lebens betrachtet und bewertet. Dabei ist es ihm ein leichtes von scheinbar belanglosen Themen, wie Kanadagänsen zu tiefsinnigen Betrachtungen über das Leben zu schließen.

Mir persönlich gefällt dabei vor allem John Greens Schreibstil und seine Art die Welt zu betrachten und auch einfach seine Denkweise. Leider ist dies schwer zu erklären, aber wer auch nur den Hauch eines Interesses hat, sollte einfach kurz in seinen Podcast "The Anthropocene Reviewed" reinhören und wird sofort verstehen was ich meine.

Ich denke es ist deutlich geworden, dass ich ein großer Fan von John Greens Werken und dabei nicht zuletzt seiner neusten Publikation bin und hoffe, dass er noch viele weitere Bücher dieser Art verfasst.


*Rezensionsexemplar*

Rezension: Klara und die Sonne

Quelle: Randomhouse
Titel: "Klara und die Sonne"
Autor: Kazuo Ishiguro
Genre: Roman
Verlag: Blessing
Seitenzahl: 352
ISBN: 978-3896676931
Preis: 24,00€

Beschreibung:


Klara ist eine künstliche Intelligenz, entwickelt, um Jugendlichen eine Gefährtin zu sein auf dem Weg ins Erwachsenwerden. Vom Schaufenster eines Spielzeuggeschäfts aus beobachtet sie genau, was draußen vor sich geht, studiert das Verhalten der Kundinnen und Kunden und hofft, bald von einem jungen Menschen als neue Freundin ausgewählt zu werden. Als sich ihr Wunsch endlich erfüllt und ein Mädchen sie mit nach Hause nimmt, muss sie jedoch bald feststellen, dass sie auf die Versprechen von Menschen nicht allzu viel geben sollte.
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:

"Klara und die Sonne" war mein erster Ishiguro und ich muss sagen, er hat mich überzeugt. Es ist schwer Ishiguros Stil zu beschreiben, zumal ich von ihm bisher nur Geschichten mit einem relativ düsteren Unterton kenne, dieses Buch dagegen, trotz der leicht dystopischen Welt, fast einen fröhlichen und lebensbejahenden Schreibstil hat. Denn Klara hat auch als KI eher die Mentalität eines Kindes und da man die Geschichte mit ihren Augen erlebt, werden viele Dinge in diesem einfachen Sprachton beschrieben, was ich jedoch teilweise auch sehr ergreifend fand. Besonders die Thematik des Sonnenlichts und deren lebenspendende Kraft wird oft aufgegriffen und sehr eindrucksvoll behandelt. So musste ich auch nach Beenden des Buches noch oft daran denken.

Das Buch enthält nur sehr wenige Charaktere, dafür sind diese aber nuancenreich ausgeführt. Besonders durch die Schreibweise aus Klaras Sicht, wird man langsam vertrauter mit den Personen und ihren Emotionen, so wie auch Klara dies erst lernen muss.

Wie gesagt ist die Atmosphäre, die Ishiguro erschafft einzigartig. Was man von dieser Lektüre jedoch nicht erwarten sollte ist eine aktionsgeladene Handlung. Sogar der Plot-Twist könnte einigen, die andere Ishiguro Romane kennen, zu gering und zu vorhersehbar sein. Meiner Meinung nach ist dieses leichte Dahinplätschern der Geschichte mit wenigen aber dafür eindrucksvollen und emotionalen Momenten jedoch genau das, was "Klara und die Sonne" außergewöhnlich macht.


*Rezensionsexemplar*


Rezension: Der Meister und Margarita

Quelle: Randomhouse

Titel: "Der Meister und Margarita"
Autor: Michael Bulgakow
Genre: Klassiker
Verlag: Anaconda Verlag
Seitenzahl: 576
ISBN: 978-3-7306-0912-5
Preis: 7,95 € (Hardcover)

Beschreibung:


Moskau zu Beginn der 1930er-Jahre: Der Teufel sucht die Stadt heim und stürzt ihre Bewohner mit tatkräftiger Unterstützung seiner Zauberlehrlinge in ein Chaos aus Hypnose, Spuk und Zerstörung. Es ist die verdiente Strafe für Heuchelei, Korruption und Mittelmaß. Doch zwei Gerechte genießen Satans Sympathie: der im Irrenhaus sitzende Schriftsteller, genannt »Meister«, und Margarita, dessen einstige Geliebte. Bulgakows Gesellschaftssatire aus der Sowjetzeit ist ein faustisch-fantastisches Meisterwerk.

Meine Meinung:


"Der Meister und Margarita" ist ein einzigartiger Klassiker. Es ist sehr schwer darüber zu reden, denn Bulgakow hat seinen Roman absichtlich verwirrend und satirisch verfasst. Für mich hat das Chaos das in diesem Buch herrscht den eigentlichen Reiz ausgemacht. Es enthält zwei verworrene von Metaphern und Andeutungen durchzogene Handlungsstränge. Und obwohl die Story keine Spannung per se erzeugt, hat mich dieses Buch fast magisch angezogen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass viele Leser von der Handlung enttäuscht sein könnten.

Die Welt in Bulgakows Roman ist einzigartig ausgearbeitet und mir ist es sehr leicht gefallen vollkommen in dieses Moskau von 1920 abzutauchen. Auch werden sehr viele Charaktere vorgestellt, die alle eine eigenes Schicksal und Persönlichkeit haben und die Art wie Bulgakow die Eigenheiten und Marotten seiner Charaktere beschreibt, hat mich mehr als einmal schmunzeln lassen.

An dieser Ausgabe hat mir auch das Nachwort der Übersetzerin sehr gut gefallen, durch das viele Besonderheiten, die dem modernen Leser vielleicht gar nicht aufgefallen wären, nochmal hervorgehoben und weiter erklärt werden. Außerdem finde ich es toll das der Anaconda Verlag so schön ausgearbeitete Klassiker zu so einem erschwinglichen Preis anbietet.

Obwohl dieses Buch so chaotisch ist, dass es mir schwer fallen würde es jemandem zusammenzufassen, werde ich es wohl noch vielen Leuten empfehlen.


*Rezensionsexemplar*



Rezension: Infinitum - Die Ewigkeit der Sterne

Quelle: Droemer Knaur
Titel: "Infinitum - Die Ewigkeit der Sterne"
Autor: Christopher Paolini
Genre: Sci-Fi
Verlag: Droemer Knaur
Seitenzahl: 960 
ISBN: 978-3426227367
Preis: 24,00€ (Hardcover)

Beschreibung:


Neue Welten zu untersuchen ist alles, wovon die junge Forscherin Kira Navarez jemals geträumt hat. Doch ein harmloser Auftrag auf einem fernen Planeten lässt Kiras Traum zum größten Albtraum der Menschheit werden:
Bei der abschließenden Untersuchung des Planeten, der in Kürze kolonialisiert werden soll, stürzt Kira in eine Felsspalte – und entdeckt etwas, das kein menschliches Auge zuvor erblickt hat. Es wird sie vollständig und für immer verwandeln.
Kira ist allein. Wir sind es nicht. Und wir müssen einen Weg finden, um zu überleben.

Meine Meinung:


Es ist schon eine Weile her, dass ich ein Sci-Fi Buch gelesen habe, aber mit diesem neuen Bestseller von Christopher Paolini wollte ich diese Richtung mal wieder ausprobieren. Anfangs war ich besorgt, dass ein so umfassendes Buch einen langsamen Einstieg haben würde, aber genau das Gegenteil war der Fall: Der Beginn war packend und actionreich.

Da dachte ich schon, dass ich diesen Wälzer trotz der Länge in null Komma nichts durchgelesen haben würde, wenn es so spannend bliebe. Leider war das nicht der Fall. Nach dem mitreißenden Start habe ich schnell das Interesse verloren. Das lag vor allem daran, dass man von der Welt, den Charakteren und der Politik kaum was erklärt bekommt, sondern einfach reingeschmissen wird. Die meisten Begriffe kann man in einem Glossar im hinteren Teil des Buches nachschlagen, aber dadurch wird man jedes Mal aus dem Lesefluss gerissen.  Paolini versucht durch viele dem Leser zunächst unbekannte Begriffe seine Welt reichhaltiger zu machen, aber mich hat das nur verwirrt und einiges hätte sicher gekürzt werden können.

Zwar ist "Infinitum" voller Action, aber da ich die meiste Zeit nicht wusste, wer gegen wen und warum, kam für mich leider keine Spannung auf. Außerdem hat Paolini häufig Kiras Gefühle in Bezug auf die drastischen Ereignisse zu Beginn der Geschichte beschrieben, statt sie entsprechend dieser handeln zu lassen. So gab es immer wieder Absätze, die ich am liebsten übersprungen hätte.

Meiner Meinung nach hätte "Infinitum" eine Dilogie oder Trilogie sein sollen, denn wenn man irgendwann auf Seite 300 angekommen ist und immer noch kein Gefühl dafür hat in welche Richtung sich die Story entwickelt, verliert man sehr schnell das Interesse.


*Rezensionsexemplar*



Rezension: Shuggie Bain

Quelle: Hanser

Titel: Shuggie Bain
Autor: Douglas Stuart
Genre: Roman
Verlag: Hanser
Seitenzahl: 496
ISBN: 978-3446271081
Preis: 26,00€

Beschreibung:


Shuggie ist anders, zart, fantasievoll und feminin, und das ausgerechnet in der Tristesse und Armut einer Arbeiterfamilie im Glasgow der 80er-Jahre, mit einem Vater, der virile Potenz über alles stellt. Shuggies Herz gehört der Mutter, Agnes, die ihn versteht und der grauen Welt energisch ihre Schönheit entgegensetzt, Haltung mit makellosem Make-up, strahlend weißen Kunstzähnen und glamouröser Kleidung zeigt - und doch Trost immer mehr im Alkohol sucht. Sie zu retten ist Shuggies Mission, eine Aufgabe, die er mit absoluter Hingabe und unerschütterlicher Liebe Jahr um Jahr erfüllt, bis er schließlich daran scheitern muss. Ein großer Roman über das Elend der Armut und die Beharrlichkeit der Liebe, tieftraurig und zugleich von ergreifender Zärtlichkeit.

Meine Meinung:

Normalerweise bin ich immer vorsichtig mit Büchern die Literaturpreise gewinnen. Auch beim Booker Preis bin ich da schon das ein oder andere Mal enttäuscht worden, aber hier bin ich froh es nochmal versucht zu haben. Denn "Shuggie Bain" ist ein einzigartig ergreifendes Buch.

Die Atmosphäre von der Arbeitersiedlung im Glasgow zur Thatcher-Zeit kann Douglas Stuart sehr überzeugend erzeugen, was auch zum Gewicht und der Schwere der Story beiträgt. So kann man auch ohne das man viel Ahnung von der Historik haben muss, ein Verständnis von Shuggie Bains Lage erhalten.

Auch die Charakterzüge der Haupt- und Nebenpersonen sind fein ausgearbeitet und besonders die Beziehung zwischen Shuggie und seiner Mutter zwingt einen förmlich zum mitfühlen und ist bemerkenswert ergreifend.

Insgesamt kann ich "Shuggie Bain" nur empfehlen, aber man sollte sich auf emotionale Tiefe gefasst machen.

Rezension: Harlem Shuffle

Quelle: Hanser
Titel: Harlem Shuffle
Autor: Colson Whitehead
Genre: Roman
Verlag: Hanser
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3446270909
Preis: 25,00€

Beschreibung:

Harlem, 60er Jahre: die Geschichte eines einfachen Mannes, der so ehrlich wie möglich versucht aufzusteigen. Der neue Roman des zweifachen Pulitzerpreisträgers und Bestsellerautors Colson Whitehead

Eigentlich würde Ray Carney am liebsten ohne Betrügereien auskommen, doch die Einkünfte aus seinem Laden reichen nicht aus für den Standard, den die Schwiegereltern erwarten. Cousin Freddy bringt gelegentlich eine Goldkette vorbei, die Ray bei einem Juwelier versetzt. Doch was tun mit dem Raubgut aus dem Coup im legendären „Hotel Theresa“ im Herzen Harlems, nachdem Freddy sich verdünnisiert hat? Als Polizei und Gangster Ray in seinem Laden aufsuchen, steht sein waghalsiges Doppelleben auf der Kippe. Der mitreißende Roman des zweifachen Pulitzer-Preisträgers Colson Whitehead ist Familiensaga, Soziographie und Ganovenstück, vor allem aber eine Liebeserklärung an New Yorks berühmtestes Viertel.

Meine Meinung:


Ich war mir nicht sicher, ob ich als meinen ersten Whitehead wirklich seinen neuesten Roman wählen sollte, aber ich muss sagen er hat mich überzeugt und ich werde sicher noch Underground Railroad und Nickel Boys lesen.

Die Atmosphäre des Harlem der 60er Jahre kann Whitehead so überzeugend darstellen, dass man als Leser*in direkt in die Geschichte reingesogen wird. Die Darstellung der gesellschaftlichen Gegebenheiten und der Kultur hat mich dementsprechend wirklich überzeugen können.

Auch der Charakter und die Geschichte von Ray Carney sind ähnlich fein ausgearbeitet und tragen zur Tiefe der Story bei. Man fiebert unweigerlich mit Ray mit und hofft, dass sich alle seine Probleme lösen werden. Außerdem gibt es noch viele Nebencharaktere, bei denen man vielleicht den Überblick verlieren könnte, aus meiner Sicht haben diese aber sehr zur Reichhaltigkeit der Story beigetragen.

Die Einteilung der Geschichte in drei Teile, die zu verschiedenen Zeiten spielen, stellt meiner Meinung nach den zeitlichen Verlauf gut dar und trägt zum Spannungsaufbau bei.


Rezension: Auf Erden sind wir kurz grandios


Quelle: Randomhouse
Titel: Auf Erden sind wir kurz grandios
Autor: Ocean Vuong
Genre: Roman
Verlag: btb
Seitenzahl: 272
ISBN: 978-3442770083
Preis: 11,00€ (Taschenbuch)

Beschreibung:


Ein Roman, der die amerikanische Identität neu definiert. Und der Brief eines Sohnes an die vietnamesische Mutter, die ihn nie lesen wird: Die Tochter eines amerikanischen Soldaten und eines vietnamesischen Bauernmädchens ist Analphabetin, kann kaum Englisch und arbeitet in einem Nagelstudio. Sie ist das Produkt eines vergessenen Krieges. Der Sohn, ein schmächtiger Außenseiter, erzählt – von der Krankheit der Großmutter, den geschundenen Händen der prügelnden Mutter und seiner tragischen ersten Liebe zu einem amerikanischen Jungen. Ocean Vuong schreibt mit traumhafter Klarheit von einem Leben, in dem Gewalt und Zartheit aufeinanderprallen.
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Beeindruckend - anders kann man "Auf Erden sind wir kurz grandios" nicht beschreiben. Ocean Vuong schildert die Erfahrungen seiner Jugend, die vor allem von der Verbindung zu dem Heimatland seiner Familie Vietnam definiert ist, mit einer Sprachgewalt die seinesgleichen sucht.

Dabei ist der ganze Roman als Brief an seine Mutter verfasst. Dieses Konzept hat meiner Meinung nach eingehend zu der Tiefgründigkeit, Emotionalität und Ehrlichkeit bei, die dieses Buch durchziehen. Dabei ist die Handlung von den Erfahrungen, die Vuong als Kind einer Einwandererfamilie in den USA sammelte, durchzogen. Bewegend sind dabei vor allem die Erinnerungen seiner Mutter und seiner Großmutter an ihr Heimatland und die Erlebnisse, die sie dort vor allem im Krieg machten.
Doch auch Vuongs Leben in dem von Armut durchzogenen Ort, finden Einarbeitung in sein Werk. Besonders bewegend dabei du Beziehung zu seinem Freund Trevor. 

Zur Darstellung dieser bewegenden Story darf dabei eins nicht fehlen - Ocean Vuongs unvergleichlicher Schreibstil. Mit einfacher aber tiefgehender Ausdrucksweise kann er dabei die Emotionalität seiner Geschichte derart ergreifend darstellen, dass ich mehr als einmal innehalten musste und einen Satz wegen seiner Tiefe nochmals lesen musste und viele Zitate markiert habe.

Zusammenfassend ist "Auf Erden sind wir kurz grandios" ein Meisterwerk, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.


*Rezensionsexemplar*


Rezension: Der Turm der Lichter


Quelle: Randomhouse
Titel: Der Turm der Lichter
Autor: Brandon Sanderson
Genre: Fantasy
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 1027
ISBN: 978-3453273245
Preis: 26,00€ (Hardcover)

Beschreibung:


Die Völker der Welt Roschar wurden von einer scheinbar unbesiegbaren Armee überrannt. Nichts scheint gegen die unheimlichen Bringer der Leere standzuhalten. Fürst Dalinar, Hauptmann Kaladin, die Adlige Schallan und der Orden der Strahlenden Ritter sammeln alle verfügbaren Kräfte, doch zunächst müssen sie das Rätsel der Turmfestung Urithiru lösen und die magische Kraft des Sturmlichts nutzbar machen. Die Zeit drängt …
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Endlich ist auch der nächste Teil von Brandon Sandersons gewaltigem Fantasy Epos auf Deutsch erschienen und so langsam neigt sich die Geschichte dem Ende zu. Noch ein Roman (bzw. zwei in der deutschen Übersetzung) und dann wird der erste Teil der großen Sturmlichtchroniken abgeschlossen sein. Ich kann die Veröffentlichung des letzten Teils, nachdem ich diesen gelesen habe, kaum erwarten und nach Sandersons ambitionierten Zeitplan, wird dieser nicht zu lange auf sich warten lassen. 

Natürlich ist auch "Der Turm der Lichter" ein Meisterwerk, wie man es von Sanderson gewohnt ist - moderne spannende Fantasy mit einzigartigen Magic Systems und Charakteren. Ich muss jedoch zugeben, dass mir die ersten Teile noch besser gefallen haben. Denn im Gegensatz zu den Vorteilen, schweift  Sanderson in diesem deutlich mehr und dadurch dass seine Bücher nicht gerade kurz sind, kann das etwas demotivieren. 

Dadurch dass mir hier etwas der Fortschritt gefehlt hat und kein wirkliches Ziel erreicht wurde, bin ich jedoch umso gespannter auf den nächsten Teil. Ich kann mir aber vorstellen, dass der mangelnde Fortschritt in der Geschichte einige Leser stören könnte. Dennoch bin ich der Meinung, dass jeder, der es bis zu diesem Teil geschafft hat, schon längst ein Sanderson Fan ist und ihm diesen eine Ausrutscher verzeihen wird.


*Rezensionsexemplar*




Rezension: Die Telefonzelle am Ende der Welt

Quelle: Randomhouse
Titel: Die Telefonzelle am Ende der Welt
Autor:
Laura Imai Messina
Genre:
Roman
Verlag:
btb
Seitenzahl:
352
ISBN:
978-3442758968
Preis: 20,00€ (Hardcover)

Beschreibung:


Eine Tagesfahrt von Tokio entfernt steht in einem Garten am Meer einsam eine Telefonzelle. Nimmt man den Hörer ab, kann man dem Wind lauschen – und den Stimmen der Vergangenheit. Viele Menschen reisen zu dem Telefon des Windes, um mit ihren verstorbenen Angehörigen zu sprechen und um ihnen die Dinge zu sagen, die zu Lebzeiten unausgesprochen blieben. So kommt eines Tages auch Radiomoderatorin Yui an den magischen Ort. Im Tsunami von 2011 verlor sie ihre Mutter und ihre kleine Tochter. Yui lernt in dem Garten den Arzt Takeshi kennen, auch er muss ein Trauma verarbeiten. Die beiden nähern sich an, gemeinsam schöpfen sie neuen Mut. Und erlauben sich zum ersten Mal, dem Leben einfach seinen Lauf zu lassen. Ganz gleich, was es für sie vorgesehen hat ...
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


Messina erschafft mit diesem Bestseller eine wirklich ergreifende Geschichte, die mich wahrscheinlich so schnell nicht mehr loslassen wird. Die berührenden Hintergründe der Charaktere die einzigartig ausgearbeitet sind, verweben sich zu einer mitreißenden Story, sodass ich das Buch, einmal begonnen, kaum aus den Händen legen konnte.

Auch der zentrale Punkt des Buches -die Telefonzelle- finde ich eine gelungene Idee, die beiden Schicksale miteinander zu verknüpfen. Und auch die Interaktion der Charaktere und die Bindung die sie zueinander aufbauen ist wirklich gelungen.

Den Schreibstil habe ich als angenehm, jedoch nicht außergewöhnlich empfunden. Ich denke somit passt er auch zu dieser Art Story.

Was man hier jedoch nicht erwarten sollte, ist viel Handlung. Denn die Geschichte ist vor allem auf die Gefühlswelten der beiden Charaktere fokussiert. Meiner Meinung geht dies aber auch aus dem Klappentext hervor und ist wahrscheinlich für niemanden eine große Überraschung.

Insgesamt eine rührendes und emotionales Buch, dass ich Liebhabern solcher Geschichten nur ans Herz legen kann.


*Rezensionsexemplar*

Rezension: Der Rhythmus des Krieges

Quelle: Randomhouse
 Titel: "Der Rhythmus des Krieges"
Autor: Brandon Sanderson
Genre: Fantasy
Verlag: Heyne
Seitenzahl:  960
ISBN: 978-3453272736
Preis: 26,00€

Beschreibung:

Roschar ist eine von Stürmen heimgesuchte Welt. Diese Großstürme bringen neben der Verwüstung auch das magische Sturmlicht zu den Menschen und entfesseln bislang ungeahnte Kräfte in ihnen. Kräfte, die Roschars Völker im Kampf gegen die scheinbar unbesiegbare Armee der Bringer der Leere bitter nötig haben. Werden Fürst Dalinar, Kaladin und die Strahlenden Ritter Roschar rechtzeitig vereinen?
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:

Brandon Sanderson ist wohl einer der bekanntesten und beliebtesten modernen Fantasy-Autoren und meiner Meinung vollkommen zurecht. Ich will hier nicht viel über die Story verraten, weil es sich hier immerhin um den 4. Teil (in der deutschen Übersetzung 7. Teil) der Reihe handelt.

Mir gefällt an Sandersons Romanen besonders, dass es sich dabei eindeutig um moderne Fantasy handelt. Das heißt, dass die Story nicht ein weiterer Tolkien Abklatsch ist, sondern neue und spannende Ideen enthält. Auch die endlosen Landschaftsbeschreibungen und Hervorhebung von unwichtigen Details, die mich bei klassischer Fantasy schon so oft gelangweilt haben. Auch die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und einzigartig.

Das beste an Sanderson ist aber, dass er so oft neue Bücher herausbringt, dass man mit dem lesen kaum hinterherkommt. So vergisst man die Geschehnisse eines vorigen Teils nicht, bis der nächste rauskommt und man kennt ja mittlerweile genug Reihen, deren Fans vergeblich auf den letzten Teil warten. Nicht so bei Sanderson: Der letzte Teil der Reihe soll meines Wissens nach 2022 rauskommen. Also kann wer möchte jetzt mit der Reihe anfangen und bis man alle dieser acht Wälzer hinter sich hat direkt mit dem neuesten Teil weitermachen.


*Rezensionsexemplar*


Rezension: 1984

Quelle: Randomhouse
Titel: "1984"
Autor: George Orwell
Genre: Klassiker
Verlag: Anaconda
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-3-7306-0976-7
Preis: 6,95€ (Hardcover)

Beschreibung:


London, 1984: Winston Smith, Geschichtsfälscher im Staatsdienst, verliebt sich in die schöne und geheimnisvolle Julia. Gemeinsam beginnen sie, die totalitäre Welt infrage zu stellen, als Teil derer sie bisher funktioniert haben. Doch bereits ihre Gedanken sind Verbrechen, und der Große Bruder richtet seinen stets wachsamen Blick auf jeden potenziellen Dissidenten. George Orwells Vision eines totalitären Staats, in dem Cyberüberwachung, Geschichtsrevisionismus und Gedankenpolizei den Alltag gläserner Bürger bestimmen, hat wie keine andere Dystopie bis heute nur an Brisanz gewonnen.

Meine Meinung:


"1984" ist fraglos ein Klassiker den man gelesen haben muss. Als eine der ersten Dystopien, hat dieses Buch für viele folgenden den Ton angegeben und sogar in unseren Alltag sind viele Begriffe daraus eingeflossen. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass der Anaconda Verlag nun eine so passend gestaltete Neuauflage herausgegeben hat.

Zu der Geschichte muss ich denke ich nicht viel sagen, die kennt sicher jeder, mehr oder weniger. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, den will ich hier gleich vorwarnen: es ist auf jeden Fall keine angenehme oder spannende Lektüre. Was man hier vor allem findet sind tiefgründige politische Betrachtungen. Dafür sind diese umso lehrreicher und ich denke man kann vieles daraus als Warnung und Lehren für moderne politische Entwicklungen mitnehmen. Genau aus diesem Grund wird "1984" meiner Meinung nach auch nie an Aktualität verlieren.

Leider hat diese Anaconda Klassiker Ausgabe keine Anmerkungen oder Erläuterungen des Übersetzers, obwohl dies meiner Meinung nach gerade hier angebracht gewesen wäre, da wie schon erwähnt so viele Begriffe daraus in den modernen Wortschatz übernommen wurden und besonders für die politischen Ausführungen Querverweise hilfreich gewesen wären.


*Rezensionsexemplare*

Rezension: Der Klang der Wälder

Quelle: Suhrkamp
Titel: Der Klang der Wälder
Autor: Natsu Miyashita
Genre: Roman
Verlag: Insel
Seitenzahl: 238
ISBN: 978-3-458-17900-9
Preis: 20,00€ (Gebunden)

Beschreibung:


Als der junge Tomura einem Klavierstimmer bei der Arbeit lauscht, fühlt er sich durch den Klang in die hohen, rauschenden Wälder seiner Kindheit zurückversetzt, und fortan prägt die Leidenschaft für die Musik sein Leben. Er lernt das Handwerk des Klavierstimmens, doch bei aller Hingabe ist da doch stets die Angst vor dem Scheitern auf der Suche nach dem perfekten Klang. Als er das Klavier der beiden Schwestern Kazune und Yuni stimmen soll, muss er erkennen, dass es dabei um mehr geht als um technische Versiertheit – und es »den einen« perfekten Klang nicht gibt. Und als er Kazune, die angehende Konzertpianistin, dann spielen hört, spürt er die Bestimmung seines Lebens: ihr Spiel zum Strahlen zu bringen.

Meine Meinung:


"Der Klang der Wälder" ist eine ruhige und angenehme Lektüre und beim Lesen kann einen schonmal das Gefühl überkommen in einem kühlen Wald zu sitzen und leises Klavierspiel zu hören.

Der Schreibstil ist klar, könnte aber auf manche etwas trocken wirken. Ich denke dabei handelt es sich für allem um Übersetzungsschwierigkeiten und kulturelle Unterschiede, daher hat mich Miyashitas Stil vor allem an den Haruki Murakamis erinnert.

Die Geschichte ist auch sehr gemächlich. Man begleitet Tomura auf seinem beharrlichen Weg zum Klavierstimmer. Dabei geht Miyashita vor allem auf Tomuras Innenleben und seine Ängste ein.
Hierfür ist es denke ich sinnvoll, wenn man als Leser zumindest etwas von Musik versteht, da Tomura wirklich darauf fokussiert ist sein Handwerk zu perfektionieren und dadurch viele musikalische Referenzen fallen. Wenn man dies aber tut, ist es umso erfüllender Miyashitas tiefgründige Ausführungen über die Kraft der Musik zu lesen und man merkt, dass sie sich eingehend mit diesem Thema beschäftigt hat.

Was man von diesem Buch nicht erwarten sollte ist viel Handlung, das würde meiner Meinung nach aber auch seinem Charakter widersprechen. Vielmehr geht es um die emotionale Reise und die kleinen Fortschritte Tomuras.

Insgesamt würde ich "Der Klang der Wälder" vor allem Musikliebhabern und allen die eine gemütliche und gefühlvolle Geschichte genießen wollen.


*Rezensionsexemplar*


Rezension: Die Mitternachtsbibliothek

Quelle: Droemer Knaur
Titel: "Die Mitternachtsbibliothek"
Autor: Matt Haig
Genre: Roman
Verlag: Droemer Knaur
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3-426-28256-4
Preis: 20,00€ (Gebunden)

Beschreibung:


Stell dir vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek, gesäumt mit all den Leben, die du hättest führen können. Buch für Buch gefüllt mit den Wegen, die deiner hätten sein können.
Hier findet sich Nora Seed wieder, nachdem sie aus lauter Verzweiflung beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Ort, an dem die Uhrzeiger immer auf Mitternacht stehen, eröffnet sich für Nora plötzlich die Möglichkeit herauszufinden, was passiert wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte. Jedes Buch in der Mitternachtsbibliothek bringt sie in ein anderes Leben, in eine andere Welt, in der sie sich zurechtfinden muss. Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist?
Matt Haig ist ein zauberhafter Roman darüber gelungen, dass uns all die Entscheidungen, die wir bereuen, doch erst zu dem Menschen machen, der wir sind. Eine Hymne auf das Leben – auch auf das, das zwickt, das uns verzweifeln lässt und das doch das einzige ist, das zu uns gehört.

Meine Meinung:


Hätte "Die Mitternachtsbibliothek" nicht die Goodreads Choice Awards gewonnen, hätte ich es wohl nicht gelesen. Aber so hatte ich große Erwartungen, die leider nicht 100% erfüllt wurden.

Obwohl der Roman viele philosophische Zitate enthält, da Nora sich für Philosophie interessiert, ist der Schreibstil generell eher durchschnittlich. Auch der Verlauf der Story ist sehr gradlinig und das Ende ist sehr vorhersehbar. Manchmal wirkten die Konsequenzen, die Nora mit dem Rückgängigmachen ihrer Entscheidungen verursacht hat, auf mich auch etwas an den Haaren herbeigezogen.

Trotzdem konnte ich einige Lehren daraus mitnehmen, vor allem dadurch, dass ich mich sehr gut in Nora hineinfühlen konnte, da sie Wünsche und Bedauern hat, die wohl jeder kennt. Das hat mir auch besonders gut gefallen, dass Noras "Wunschleben" nachvollziehbar waren und Matt Haig so mit seinem Roman auch auf die ungelebten Träume des Lesers eingegangen ist.

Insgesamt hatte ich mir den Impact dieses Buches, vor allem aufgrund der vielen positiven Rezensionen
stärker vorgestellt. "Die Mitternachtsbibliothek" ist für mich eine angenehme Lektüre, erfüllt aber nicht, was ich mir davon erhofft hatte.


*Rezensionsexemplar*




Rezension: Der Orden des geheimen Baumes

Quelle: Randomhouse
Titel: "Der Orden des geheimen Baumes"
Autor: Samantha Shannon
Genre: Fantasy
Verlag: Penhaligon
Seitenzahl: 544
ISBN: 978-3-7645-3239-0
Preis: 20,00€ (Hardcover)

Beschreibung:


In ihrem epischen Fantasy-Roman „Der Orden des geheimen Baumes“ hebt Samantha Shannon das Genre auf die nächste Stufe. Mächtige Frauen lenken und beeinflussen das Schicksal ihrer Welt, ob als Königin, Magierin oder Drachenreiterin. Doch die Welt ist geteilt: Während im Westen alle Drachen als absolut böse verdammt werden, werden diese im Osten als göttergleiche Wesen verehrt. Trotz dieser gegensätzlichen Weltanschauungen müssen die Menschen des Ostens und des Westens zusammenarbeiten, als ein riesiger bösartiger Drache aus der Vergangenheit wieder aufersteht. Drei starke Frauen nehmen die Herausforderung an, die Bewohner beider Reiche zu vereinen, um die
Menschheit zu retten …
Quelle: Randomhouse 

Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:

Da es sich im englischen Original um ein Buch handelt, das aufgrund des Umfangs in zwei Teile geteilt wurde, möchte ich in dieser Rezension beide Teile als Gesamtwerk betrachten. Zu der Aufteilung möchte ich nur sagen, dass sie meiner Meinung nach sehr gut gewählt wurde, sodass man die Bücher auch als zwei getrennte Teile lesen könnte.

Es war wirklich erfrischend mal ein Fantasy-Standalone zu lesen. Man hätte aus dem Buch wohl auch eine Trilogie machen können, indem man die Handlung unnötig in die Länge zieht. Aber gerade deshalb war "Der Orden des geheimen Baumes" von Anfang bis Ende spannend. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wichtige Szenen gefehlt hätten.

Die Story und die Charaktere des Romans sind sehr gut ausgearbeitet. Besonders dadurch dass die Charaktere auch Schattenseiten haben und an Aufgaben scheitern, werden sie umso überzeugender. Das Beste an Shannons Roman ist meiner Meinung nach aber die Welt die sie darin erschafft. Es ist mir nach wie vor ein Rätsel, wie sie es geschafft hat in einem einzigen Buch eine so große Welt mit einzigartigen Ländern und Kulturen zu schaffen, sodass man am Ende das Gefühl hat, in jeden Teil dieser Welt eingetaucht zu sein. Ich bin mir sicher, dass ich "Der Orden des geheimen Baumes" noch einmal lesen werde, nur um wieder diese einzigartige detailreiche Welt zu betreten.

Das einzige was ich ein klein wenig zu bemängeln habe ist, dass das eigentliche Ende ein wenig kurz war. Aber ich denke in diesem Roman geht es vor allem um die Reise die die vier Charaktere unternehmen, um an diesem Punkt anzukommen und wie sie dies verändert.


*Rezensionsexemplar*





Rezension: Die Stadt der Träumenden Bücher - Teil 2: Die Katakomben

Quelle: Randomhouse
Titel: "Die Stadt der Träumenden Bücher - Teil 2: Die Katakomben"
Autor: Walter Moers, Florian Biege
Genre: Graphic Novel
Verlag: Penguin Verlag
Seitenzahl: 124
ISBN: 978-3328601784
Preis: 25,00€ (Hardcover)

Beschreibung:


"Buchhaim ist die „Stadt der Träumenden Bücher“, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Walter Moers` fantastische Abenteuergeschichte um den jungen Dichter Hildegunst von Mythenmetz, der das Geheimnis eines makellosen Manuskriptes ergründet, hat weltweit die Leser begeistert. Nun gibt es diese Geschichte aus dem Abenteuerreich der Literatur als prächtige Graphic Novel. In jahrelanger Arbeit hat Walter Moers seinen Romantext auf die Bedürfnisse einer Graphic Novel umgearbeitet und in Form eines Szenarios Hunderte von Bildern skizziert, die Florian Biege in enger Zusammenarbeit mit dem Autor kongenial in einen brillanten Comic von plastischer Farbigkeit verwandelt hat. Herausgekommen sind zwei staunenswerte Bände, eine filmische Neuerzählung des Romans, angereichert mit einem Glossar und einer Panorama-Klapptafel (Band 1) und einem „Making of“ (Band 2)." 

Meine Meinung:


Was mir gleich zu Beginn aufgefallen ist: Die Verarbeitung und die Illustrationen dieses Buches sind unvergleichlich gut. Nicht nur die künstlerische Ausarbeitung der Bilder von Florian Biege sondern auch die Druckqualität dieser hat mich sofort überzeugt. Die Farben sind kräftig und leuchtend und harmonieren so gut zusammen, dass sofort die Atmosphäre von Moers Büchern zu spüren ist.

Natürlich musste der eigentliche Text von "Die Stadt der träumenden Bücher" bei der Verarbeitung zur Graphic Novel umfassend gekürzt werden. Dabei geht leider etwas der einzigartige Schreibstil von Moers verloren, der für mich zu großen Teilen den Charme des ursprünglichen Buches ausgemacht hat. Von der ebenso einzigartigen Story geht jedoch nichts verloren, das habe ich extra nochmal bei einem Vergleich mit dem Original überprüft. Es wurden also keine inhaltlichen Kürzungen vorgenommen. Beim Lesen der Graphic Novel geht die Handlung der Geschichte natürlich deutlich schneller voran, aber ich denke das werden manche vielleicht auch begrüßen.
Außerdem bilden die zwei Graphic Novels eine abgeschlossene Story, obwohl es sich beim Original um den ersten Teil einer Trilogie handelt. Das heißt "Teil 2: Die Katakomben" endet nicht auf einem riesigen Cliffhanger, sodass man gezwungen wäre auf die Graphic Novles zum zweiten Teil der Reihe zu warten.

Ich habe schon von vielen gehört, denen Moers Bücher etwas zu ausführlich und teilweise vielleicht sogar zu langatmig waren. Für diese Leute eignet sich diese Graphic Novel meiner Meinung nach perfekt um trotzdem die Geschichte aus "Die Stadt der träumenden Bücher" zu erleben. Wer jedoch auch gewillt wäre das Original zu lesen, dem würde ich empfehlen damit anzufangen. Wenn man dann wie ich auch Fan der Reihe geworden ist, kann man auf diese wunderschönen Graphic Novels zurückkommen, um sich die Wartezeit auf den noch fehlenden dritten Teil der Originalreihe etwas zu versüßen.


*Rezensionsexemplar*


Rezension: "Wonderlands"

Quelle: wbg

Titel: Wonderlands
Genre: Sachbuch
Verlag: wbg THEISS
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3806240726
Preis: 28,00€ (Hardcover)

Beschreibung:


Manche Bücher entführen ihre Leser in Fantasiewelten, die noch lange nach der Lektüre nachwirken. Doch was macht diese Werke so besonders, worin liegt ihre Magie? Die 100 Kapitel von »Wonderlands« laden ein zum Schmökern oder systematisch lesen. Von uralten Mythen bis zum modernen Fantasyroman: Was Beowulf mit dem kleinen Prinzen verbindet, ist die Macht der Literatur. Warum manche Werke besonders dazu einladen, in fremden Welten zu versinken, dafür liefert diese Sammlung einen Erklärungsansatz. Sie macht aber ebenso Lust darauf, noch Unbekanntes zu entdecken und weitere Reisen in die Welt der Fantasie zu unternehmen!
Quelle: wbg

Meine Meinung:


Zugegebenermaßen hatte ich von diesem Buch etwas anderes erwartet. Für mich klang die Beschreibung zunächst so, als würde ich damit neue Illustrationen und vor allem Karten zu bekannten Geschichten bekommen, was aber nicht der Fall war.

Dennoch wurde ich nicht enttäuscht, denn "Wonderlands" enthält nicht nur Bilder zu den darin aufgeführten Werken sondern auch sehr informative Texte zu deren Entstehungsgeschichte und Aufbau. Bei den vorgestellten Büchern handelt es sich dabei dem Titel gemäß größtenteils um Fantasy-Bücher oder zumindest um Bücher mit einer Fantasiewelt.

Anzumerken ist allerdings, dass die Illustrationen und Karten nicht neu gezeichnet wurden, sondern von den Originalwerken übernommen wurden oder es sich dabei um bekannte Kunstwerke handelt, die die entsprechende Geschichte darstellen. Die Druckqualität dieser Abbildungen ist jedoch sehr überzeugend.

Ich persönlich nutze Bücher wie dieses gerne, um mich, nachdem ich ein Buch gelesen habe, zu informieren welche Hintergründe es hat und wie man es deuten könnte. Dazu eignet sich "Wonderlands" sehr gut. Außerdem bietet es einen sehr guten Überblick über Fantasy-Werke von der Antike bis heute.


*Rezensionsexemplar*


 

Rezension: Piranesi

Quelle: Randomhouse

Titel: Piranesi
Autor: Susanna Clarke
Genre: Roman
Verlag: Blessing
Seitenzahl: 272
ISBN: 978-3896676726
Preis: 20,00€ (Hardcover)

Beschreibung:


Ein riesiges Gebäude, in dem sich endlos Räume aneinanderreihen, verbunden durch ein Labyrinth aus Korridoren und Treppen. An den Wänden stehen Tausende Statuen, das Erdgeschoss besteht aus einem Ozean, bei Flut donnern die Wellen die Treppenhäuser hinauf. In diesem Gebäude lebt Piranesi. Er hat sein Leben der Erforschung des Hauses gewidmet. Und je weiter er sich in die Zimmerfluchten vorwagt, desto näher kommt er der Wahrheit – der Wahrheit über die Welt jenseits des Gebäudes. Und der Wahrheit über sich selbst.
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:

Dieses Buch ist ein einziges großes Rätsel. Das merkt man denke ich schnell an der Beschreibung. Denn diese verrät nicht viel-es wird nicht einmal wirklich deutlich um welches Genre es sich handelt. Doch genau das ist meiner Meinung nach wichtig, um nicht zu viel zu verraten, denn im Verlauf des Buches folgt man Piranesi, wie er Stück für Stück 'der Wahrheit' auf die Schliche kommt.

Zugegeben - anfangs war ich sehr verwirrt, wie der weitere Verlauf der Geschichte aussehen sollte. Aber Clarke reicht ihrem Leser Stück für Stück kleine Puzzleteile, um langsam der Auflösung näher zu kommen. Daher fühlt man sich als Leser mehr als würde man ein Rätsel lösen, statt einfach nur ein Buch zu lesen. Das ist es was dieses Buch so einzigartig macht.

Das ganze Buch besteht aus Tagebucheinträgen Piranesis. Nun könnte man denken, dass würde es vielleicht langweilig machen, aber so kann man die Geschichte Stück für Stück mit Piranesi erleben und erhält einen tiefen Einblick in seine Gefühlswelt.

Die Stimmung in "Piranesi" ist perfekt für Oktober und hat mich ein wenig an "Das sternenlose Meer" erinnert, was nicht zuletzt an den phantastischen Beschreibungen des Gebäudes liegt, in dem Piranesi lebt.

Clarkes neues Buch hat es auf jeden Fall direkt unter meine Favoriten dieses Jahres geschafft und ich werde es jedem weiterempfehlen, weil es in seiner Art einfach vollkommen unvergleichlich ist.



*Rezensionsexemplar*

Rezension: Die verschwindende Hälfte

Titel: "Die verschwindende Hälfte"
Autor:
Britt Bennett
Genre:
Roman
Verlag:
rowohlt
Seitenzahl:
416
ISBN:
978-3498001599
Preis:
22,00€ Hardcover


Beschreibung:


Mallard, ein kleiner Ort im ländlichen Louisiana. Seine Bewohner blicken mit Stolz auf eine lange Tradition und Geschichte, und vor allem auf ihre Kinder, die von Generation zu Generation hellhäutiger zu werden scheinen. Hier werden in den 1950ern Stella und Desiree geboren, Zwillingsschwestern von ganz unterschiedlichem Wesen. Aber in einem sind sie sich einig: An diesem Ort sehen sie keine Zukunft für sich.
In New Orleans, wohin sie flüchten, trennen sich ihre Wege. Denn Stella tritt unbemerkt durch eine den weißen Amerikanern vorbehaltene Tür - und schlägt sie kurzerhand hinter sich zu. Desiree dagegen heiratet den dunkelhäutigsten Mann, den sie finden kann. Und Jahrzehnte müssen vergehen, bis zu einem unwahrscheinlichen Wiedersehen.

Meine Meinung:


Zuerst muss ich zugeben, dass Britt Bennett es auf beeindruckende Weise schafft, die Schicksale ihrer Charaktere zu verknüpfen. Diese Charaktere fühlen sich dabei sowohl einzigartig und ausgearbeitet an als auch eng miteinander verbunden. Aus diesen Beziehungen kann der Leser zwischen den Zeilen viel über das Innenleben der Charaktere herauslesen. 

Der Schreibstil ist angenehm, aber nicht wirklich außergewöhnlich. Das ist auch mein genereller Kritikpunkt an diesem Buch: Es ist eine bewegende Geschichte mit interessanten Charakteren, aber auch nicht wirklich herausragend.

Die Story jedoch hat mich zunächst nicht mitgerissen wurde etwa ein Drittel des Buches aber deutlich interessanter, da hier auch mehr Charaktere im Fokus stehen. Zu betonen ist allerdings, dass die Spannung allein durch die Entwicklungen, die die Hauptpersonen durchmachen, entstehen und es daher meiner Meinung nach keinen Höhepunkt gibt auf den die Story zusteuert.

Zusammenfassend würde ich dieses Buch allen Lesern empfehlen, die besonderen Wert auf Charakterentwicklung und Charaktere, die sich real anfühlen, legen und bereit sind dafür auf einen herausragenden Schreibstil und eine spannende Story zu verzichten.



*Rezensionsexemplar*




Rezension: How To Be an Antiracist

Quelle: Randomhouse
Titel: "How To Be an Antiracist"
Autor: Ibram X. Kendi
Genre: Sachbuch
Verlag: btb
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3442758685
Preis: 22,00€ (Hardcover)


Beschreibung:


Die gute Nachricht ist, dass wir uns in jedem Moment dafür entscheiden können, antirassistisch zu handeln. Denn »rassistisch« und »antirassistisch« sind keine festgeschriebenen Identitäten, und wir können unsere Haltung jederzeit ändern. In seinem »New York Times«-Nummer-1-Bestseller behauptet Ibram X. Kendi, Historiker, Professor an der Boston University, Schwarz, auch von sich selbst, früher Rassist gewesen zu sein. In seinem so brillanten wie mitreißenden Buch zeigt er anhand der eigenen Geschichte, dass Neutralität im Kampf gegen Rassismus keine Option ist: Wir sind in unserer Ignoranz so lange Teil des Problems, bis wir Teil der Lösung werden und aktiv antirassistisch handeln. Kendi entwirft ein grundlegend neues Verständnis von Rassismus - was er ist, wo er sich verbirgt, wie er zu identifizieren ist und was wir dagegen tun können. Denn wir sind entweder rassistisch oder antirassistisch, dazwischen gibt es nichts. Es reicht deshalb nicht, kein Rassist zu sein, wir müssen alle Antirassisten werden.

Meine Meinung:


Dieses Buch ist ein absolutes Must Read! Kendi drückt mit einer Sprachgewalt die Missstände unserer Gesellschaft und Politik aus, die niemanden unbeeindruckt lassen wird - und er ist dabei deutlich mit seiner Message. Er versteckt sich nicht hinter irgendwelchen Floskeln oder mehrdeutigen Sätzen, sondern sagt klar heraus, was falsch läuft und wie wir dies angehen müssen. Dabei greift er immer wieder auf seine eigenen Erfahrungen zurück und kommentiert seine eigenen Fehler und fehlgeleiteten Einstellungen um dem Leser zu verstehen zu geben, dass er weiß wie sich diese bilden. Außerdem belegt er seine Schlussfolgerungen mit Forschungsergebnissen und Quellenangaben. 

In seinem Buch spricht Kendi wirklich auf jedes Thema in Bezug auf Rassismus an. Als Rassismusforscher und durch sein Studium der African American Studies hat er ein breites Hintergrundwissen zu diesen Themen und kann umfassend darauf eingehen. Außerdem sind im hinteren Teil des Buches für alle Verweise auf Äußerungen anderer Personen Quellenangaben gegeben, sodass man bei Interesse seine Zitate direkt überprüfen kann.

Das Wichtigste an dem Buch "How To Be an Antiracist" ist jedoch, dass ich nicht nur von Anfang an gefesselt war, sondern es für mich auch einen großen Impact auf meine eigenen Einstellungen und mein Leben im allgemeinen hat. Ich werde wohl noch oft an viele von Kendis Lehren denken müssen und habe auch für mich viel aus diesem Buch mitgenommen.


*Rezensionsexemplar*


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