Rezension: Walden

Quelle: Randomhouse
Titel: "Walden"
Autor: Henry D. Thoreau
Übersetzerin: Fritz Güttinger
Genre: Roman (Klassiker)
Verlag: Manesse
Seitenzahl: 608
ISBN: 978-3717525080
Preis: 25,00€ (Hardcover)




Beschreibung:


Ein Klassiker von enormer Brisanz: ein leidenschaftliches Plädoyer für Verantwortung, Selbstbestimmung und ein naturnahes, ressourcenschonendes Leben. Nirgendwo finden sich die besseren Argumente für Achtsamkeit und Nachhaltigkeit, Minimalismus und Vegetarismus.

Was ist im Leben wirklich von Bedeutung? Um dies herauszufinden, kehrte Henry David Thoreau vor über hundertfünfzig Jahren der Zivilisation den Rücken und zog hinaus in die Stille der Wälder. Am Walden-See in Concord, Massachusetts, verbrachte er zwei Jahre in einer selbst gebauten Holzhütte, um «zu sehen, ob ich nicht lernen könne, was es zu lernen gibt, damit mir in der Stunde des Todes die Entdeckung erspart bleibe, nicht gelebt zu haben». Der grandiose Selbsterfahrungsbericht «Walden» legt Zeugnis von seiner Suche ab: mit sensiblen, poetischen Naturbeschreibungen und dem glaubhaften Plädoyer für echte Naturverbundenheit und ein selbstbestimmtes Dasein. Längst ist dieses Buch zu einer Art grüner Bibel geworden, in der man die besten Argumente für Nachhaltigkeit, Ökologie, Vegetarismus und Minimalismus findet.
Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:


In dieser Rezension möchte ich sowohl auf den eigentlichen Text als auch auf die Gestaltung dieser Ausgabe des Manesse-Verlags eingehen.

Zuerst zum eigentlichen Text von Thoreau:Viele würden wahrscheinlich denken, dass ein Buch, das vor fast 170 Jahren veröffentlicht wurde, mittlerweile kaum noch Relevanz hat, doch hier ist genau das Gegenteil der Fall. Ich war sehr überrascht wie aktuell Thoreaus Buch tatsächlich ist. Denn seine Gedanken zu Konsum, Umweltschutz und sogar Vegetarismus können sehr leicht auch auf die heutige Gesellschaft angewandt werden. Dementsprechend konnte ich sehr viele Lehren daraus für mein Leben mitnehmen und habe sehr viele Stellen zum nochmal-nachschlagen markiert. Der Schreibstil ist zugegebenermaßen nicht gerade einfach, aber meiner Meinung nach machbar - da habe ich schon deutlich schlimmeres gelese). Ich denke man merkt hier auch, wie viel Mühe in die Übersetzung gegangen ist, da ich eher überrascht war, wie leicht das Buch zu lesen ist, dafür wie alt es schon ist.

Die Gestaltung dieser Ausgabe des Manesse-Verlags hat für mich sofort begeistert. Das Cover ist meiner Meinung nach gut gelungen und sehr passend für dieses Buch. Der Einband und der Vorsatz ist, wenn ich das richtig verstanden habe, bei jedem Buch der Manesse Bibliothek individuell gestaltet. Bei "Walden" wurde ein natürliches "gröberes" Papier verwendet, das wie handgeschöpftes Papier aussieht, also sehr passend zum Thema des Buches. Ebenfalls sehr passend zu Thoreaus Vorstellungen ist, dass das Buch aus FSC-zertifiziertem ökologischen Gras-Papier ist und generell auf  umweltfreundliche und nachhaltige Materialien geachtet wurde.
Ein weiterer Pluspunkt ist die praktische Größe dieser Ausgabe, denn so klein und handlich wie sie ist, passt sie in jede Tasche und kann so überallhin mitgenommen werden.

Ich werde in Zukunft auf jeden Fall noch weitere Bücher der Manesse-Bibliothek lesen und wahrscheinlich auch einen Post über diese bringen, in dem ich verschiedene Bücher der Reihe und deren Gestaltung vergleiche.

Für die Gestaltung und die Thematik von Walden würde ich sofort 5 Sterne vergeben, für den manchmal etwas lanwierigen Schreibstil muss ich aber leider einen halben Stern abziehen:

*Rezensionsexemplar*

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